Montag, 23. Januar 2012

20 Uhr, zakk, Fichtenstraße 40

Zur rechtsextremistischen Mordserie: Im Geheimen zu Diensten oder abgeklärt aufgeklärt?

Eine Diskussion über Ignoranz, Vertrauensverlust und neue Einsichten

Mit: Monika Düker – Vorsitzende des Innenausschusses des Landtags NRW, Bündnis 90/Die Grünen,

Nihat Öztürk  – 1. Bevollmächtigter IG Metall Düsseldorf-Neuss,

Dieter Schürmann – Landeskriminaldirektor, Ministerium für Inneres u. Kommunales NRW,

Prof. Dr. Fabian Virchow – Leiter des Forschungsschwerpunkts Rechtsextremismus/Neonazismus, FH Düsseldorf,

Moderation: Stefani Geilhausen, Redakteurin - Rheinische Post  

Die nur durch Zufall aufgedeckte Mordserie der Neonazibande um Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe hat die deutsche Öffentlichkeit im Herbst 2011 erschreckt und aufgerüttelt. Angesichts der teilweise durch beschämende Ignoranz verursachten  Fahndungspannen von  Ermittlungsbehörden und der Verwicklung einiger Mitarbeiter des Verfassungsschutzes in die Neonaziszene, forderte der Berliner Politikbetrieb lückenloser Aufklärung der Hintergründe der neonazistischen Anschläge. Außerdem sollen eine Neubewertung des rechtsextremistischen Gefährdungspotentials und eine Umstrukturierung des Verfassungsschutzes erfolgen.

Am 22.11.2011 entschuldigte sich der Bundestag bei den Angehörigen der Opfer und kam überein  „alle demokratischen Gruppen zu stärken, die sich gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus engagieren.“

Gut zwei Monate nach den Ereignissen möchten wir mit PolitikerInnen und Experten klären, was von den guten Absichten auf dem Höhepunkt der Empörungswelle geblieben ist und ob sie zu einer Neuausrichtung des staatlichen Handelns bezüglich des tatsächlichen rechtsextremen Gefährdungspotentials geführt hat. Außerdem möchten wir der Frage nachgehen auf welche Weise man das durch den unsensiblen Umgang mit den Betroffenen ins Wanken geratene Verhältnis zwischen Staat und migrantischen Communities auf eine neue Vertrauensbasis stellen kann.             

Eine Veranstaltung von Düsseldorfer Appell – Diakonie Düsseldorf, Heinrich-Böll-Stiftung NRW und zakk in Kooperation mitDITIB Landesverband NRW-Regionalverband Düsseldorf, Evangelischer Stadtakademie Düsseldorf, Gesellschaft für christlich – jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf e.V.,  IG Metall Düsseldorf-Neuss, Interkulturelles MigrantInnenzentrum - IMAZ e.V., LAG Lesben in NRW e.V. – Wir Frauen e.V. , Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Migrationsberatung für Erwachsene – Diakonie Düsseldorf, Mosaik e.V., Polizei Düsseldorf, Rather Familienzentrum, Rheinbahn AG, SJD - Die Falken, KV Düsseldorf, SKFM - Sozialdienst katholischer Frauen und Männer Düsseldorf, Stadtteilladen Flingern der Diakonie Düsseldorf, VDJ Düsseldorf e.V.