Anfrage in der BV1-Sitzung: Bauantrag Jülicher Straße 106, 108
02. Sep 2013

An Frau
Bezirksvorsteherin des Stadtbezirks 1
Sabine Schmidt

 

Sehr geehrte Frau Schmidt,

die Verwaltung wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten; bitte nehmen Sie die Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung:

1. Welche  Ergebnisse  ergab  die  in  der  Vorlage  171/  124/2012  genannten schalltechnischen  Untersuchung  zum  als  Kerngebiet  ausgewiesenen Grundstück an der Jülicher Straße, Ecke Yorkstraße?

2. Welche  Schallschutzmaßnahmen  (insb.  passive  Maßnahmen  und  Grund-rissgestaltungen) sind im Rahmen der gemäß Vorlage 171/ 143/2013   geplanten Bebauung vorgesehen?

3. Mit welchen vertraglichen Vereinbarungen könnten Stadt und Investor an dieser Stelle die Schaffung öffentlich geförderter und/oder preisgedämpf-ter Wohnungen gemäß dem von CDU, FDP und Bündnis90/Die Grünen beschlossenen "Handlungskonzept Zukunft Wohnen Düsseldorf"  sichern?

Begründung

Der Bezirksvertretung wurde am 19. Juli 2013 ein Bauantrag für das Grundstück Jülicher Straße 106, 108 vorgelegt (Vorlage 171/ 143/2013).

Zu einem Teil dieses  Grundstücks  war  im  Vorjahr  eine  Bauvoranfrage  hinsichtlich  der  Befreiung von  der  Art  der  Nutzung  genehmigt  worden  (Wohnen  im  Kerngebiet;  Vorlage 171/ 124/2012).  Einem  damals  der  Verwaltung  vorliegenden  Gutachten  nach, wäre  eine  Wohnnutzung  nur  unter  Berücksichtigung  von  passiven  Schallschutz-maßnahmen und entsprechender Grundrissgestaltung möglich.

Der nun vorgelegte Bauantrag und die mündlichen Aussagen in der Sitzung der BV  konnten  die  Einhaltung  dieser  Maßgaben  nicht  darstellen.  Die  skizzierten Grundrisse deuten vielmehr auf nicht lärmoptimierte Gestaltung hin.

Das Ziel des Bauvorhabens, Wohnungen für Studierende, ist ausdrücklich zu begrüßen. Daher sollten auch Möglichkeiten zur Sicherung von bezahlbaren Mieten untersucht werden. Grundvoraussetzung muss aber auch ein gesundes Wohnen sein. Die dazu notwendigen Informationen möchten wir hiermit nachfragen.

Durch den Widerspruch des Herrn Oberbürgermeisters gegen den ablehnenden Beschluss zu diesem Bauantrag ist die ausführliche Beantwortung der Fragen von besonderem Interesse.

 

Mit freundlichen Grüßen,
im Namen der Fraktion - Jürgen Kamenschek