BV 10 Antrag zu: Car-Sharing in Hellerhof und Garath
27. Okt 2015

Herrn Bezirksbürgermeister
Uwe Sievers
Frankfurter Straße 231
40595 Düsseldorf

Sehr geehrter Herr Sievers,

hiermit bitte ich Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu nehmen und ihn dort abstimmen zu lassen:

Die BV 10 bittet die Verwaltung, mit den beiden in Düsseldorf operierenden „freefloating Carsharing“-Unternehmen Verhandlungen zu führen mit dem Ziel, dass deren Geschäftsbereich im Stadtgebiet im bisherigen Umfang beibehalten und so erweitert wird, dass auch in Hellerhof und Garath Geschäftsgebiete eingerichtet werden, in denen Carsharing-PKWs abgestellt und angemietet werden können.

Außerdem möge geprüft werden, ob zu den bereits in Düsseldorf ansässigen Unternehmen weitere Carsharing-Unternehmen (auch stationäre Modelle) zugelassen werden können.

Ziel sollte sein, die Konkurrenz im Bereich Carsharing zu beleben und das Mobilitäts-Angebot für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer insbesondere in den Düsseldorfer Randlagen bzw. auch im angrenzenden Umland insgesamt zu verbessern.

Sachdarstellung:
Die beiden großen "freefloating-Carsharing-Unternehmen" haben ihr Geschäftsgebiet verkleinert. Folge davon ist, dass insbesondere in den Außenbezirken das Carsharing-Mobilitätsangebot reduziert wird.

Dadurch wird eine verkehrspolitisch gewünschte und notwendige Nutzung konterkariert, da man im reinen Innenstadtbereich auch ohne Auto gut voran kommt und die Düsseldorfer Randgebiete benachteiligt werden. Der allein betriebswirtschaftlich begründete Rückzug ist der falsche Weg, da er die verkehrspolitischen Vorteile von Carsharing zunichte macht.

Insbesondere die Bürger*innen Hellerhofs und Garaths, die abgesehen von der S-Bahn und den sporadischen Busangeboten im Bereich des ÖPNVs kaum Alternativen haben, möchten gerne hinsichtlich des Umweltschutzes und der bei einem Car-Sharing-Angebots nicht anfallenden Anschaffungskosten eines eigenen PKWs ein Car-Sharing-PKW effizient nutzen und teilen.

Die Stadt Düsseldorf subventioniert die beiden bisherigen Anbieter insbesondere durch die Zurverfügungstellung von kostenfreiem Park- und Abstellraum. In den Verhandlungen mit den Betreibern sollte diese Privilegierung deutlich herausgehoben werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Frederik Hartmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)