Antrag für die BV4-Sitzung: 725 Jahre , 725 Eichen Baumpflanzungen im Zeichen der 725-Jahrfeier der Stadt Düsseldorf
27. Feb 2013

An den Herrn Bezirksvorsteher des Stadtbezirks 4
Luegallee 65
40545 Düsseldorf

Düsseldorf, 12.02.2013   

Sehr geehrter Herr Tups,  

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:  

Die Verwaltung wird gebeten, im Rahmen des 725–jährigen Stadtjubiläums 725 Eichen im linksrheinischen Düsseldorf zu pflanzen oder mit deren Pflanzung in diesem Jahr zu beginnen.  

Begründung:

In diesem Jahr wird dem 725-jährigen Jubiläum unserer Stadtgründung gedacht. Für das Jahr sind verschiedene Veranstaltungen und Aktionen geplant.  

Das Pflanzen von Bäumen und dabei die Pflanzung von Eichen hat für Menschen eine hohe Symbolkraft. Daher wurden Eichen traditionell auch als Zeichen des Friedens gepflanzt.  

Mit dieser Baumpflanzung könnte ein nachhaltiges Zeichen gesetzt werden, dass noch Jahrhunderte lang wirken kann. Denn es ist durchaus denkbar, dass einige der gepflanzten Eichen die folgenden 725 Jahren durchleben und Zeugen unseres Festes sein werden.  

Die linksrheinische Halbinsel war bis zur Römerzeit dicht mit Eichen bewachsen und der Straßenname „Heerdter Lohweg“ ist noch ein Hinweis auf diese Bewaldung. Außerdem haben Eichen nicht nur aufgrund ihrer langen Lebensdauer einen hohen ökologischen Wert, sondern auch weil sie in ihren Baumkronen über 400 Insektenarten eine Herberge bieten.

Und zu guter Letzt würde die Pflanzung von 725 Eichen den Gedanken eines berühmten linksrheinischen Bürgers, nämlich Joseph Beuys, weiter tragen. Beuys hatte in den 80-ziger Jahren auf der Dokumenta in Kassel, als Kunstprojekt über mehrerer Jahre 7000 Bäume gepflanzt.  

Zwei Varianten zur Realsisierung sind denkbar:

1.  In einem aufgelassenen Kleingartengrundstück an der Schanzenstraße könnten 725 kleine Bäume gesetzt werden. Wie in einer Baumschule müssten sie über die Jahre vereinzelt werden. Die herausgenommen Bäume könnten z.B verpflanzt oder verschenkt werden und an anderer Stelle im Stadtgebiet weiter wachsen.

2.  In diesem Jahr wird an einer markanten Stelle im Stadtbezirk mit der Pflanzung einiger Bäume begonnen und über Jahre werden nach und nach die restlichen Bäume gepflanzt.

“Ein Eichenpflanzer denkt nicht an sich oder seine Enkel, sondern glaubt an die Zukunft” Ztitat aus dem Buch Mythos Baum von Doris Laudert  

Mit freundlichen Grünen Grüßen  

Markus Loh                Sybille Deilmann        Astrid Wiesendorf