Antrag für die BV4-Sitzung: Radschutzstreifen auf der Luegallee
25. Mär 2014

An den Bezirksvorsteher des Stadtbezirks 4
Luegallee 65
40545 Düsseldorf                                                                                     

 

Sehr geehrter Herr Tups,    

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 25.03.2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:  

Sowohl auf der nördlichen Seite der Luegallee sowie auf der südlichen Seite sind Schutzstreifen für den Radverkehr aufzubringen, um die Radfahrer*innen auf der Straße vor zu nah überholenden motorisierten Fahrzeugen und unbedachten Manövern der beidseitig parkenden PKWs zu schützen.

Entsprechend der Empfehlungen für den Radverkehr (ERA) sollen die Schutzstreifen mindestens 1,5 m breit sein und einen Mindestabstand von 0,5 m zu den Parkstreifen haben. Je nach verbleibendem Straßenquerschnitt soll geprüft werden, ob die Fahrspuren zu einem überbreiten Fahrstreifen umgestaltet werden.  

Sachdarstellung:

Während dem steigenden Anteil des Radverkehrs erfreulicherweise mit dem Ausbau von zusätzlichen Fahrradständern auf der Luegallee Rechnung getragen wird, findet eine dementsprechende Ausbauplanung zum rollenden Fahrradverkehr nicht statt. Die gegenwärtige Situation entspricht weder einer modernen Verkehrsplanung noch dem gestiegenen Radverkehrsaufkommen und birgt eine erhebliche Gefahr für die Fahrradfahr*innen und die Fußgänger*innen.  

In  der Sitzung der Bezirksvertretung am 25.09.2013 hat unsere Fraktion eine Anfrage unter dem Titel „Wo darf auf der Luegallee geradelt werden?“ gestellt.
Anbei die Frage 1: Wo auf der Luegallee dürfen und müssen Radfahrerinnen und Radfahrer fahren, damit sie sich rechtlich korrekt verhalten?
Antwort zur der Verwaltung zur Frage 1: Nordseite: "Hier handelt es sich um einen sogenannten „anderen“ Radweg, der nicht beschildert ist, sondern durch Markierung bzw. roter Pflasterung als Radweg erkennbar ist. Dieser Radweg darf in Richtung Westen uneingeschränkt genutzt werden, muss aber nicht. Radfahrer dürfen auch die Fahrbahn benutzen, da der Radweg nicht benutzungspflichtig ist. Richtung Osten (also in „Gegenrichtung“) darf der Radweg nicht befahren werden. Südseite: Hier ist kein Radweg vorhanden, der Radverkehr findet auf der Fahrbahn statt. Das Fahren auf dem Gehweg ist verboten (Ausnahme nur Kinder bis 10 Jahren). Hier gibt es alternativ zur Fahrbahn eine Radverkehrs- führung über die Nebenstraßen." 

Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass im Falle eines Unfalls auf einem „anderen“ Radweg bei nicht angemessener Geschwindigkeit es meist zu einer Radfahrer*innen Mitschuld kommt. Deshalb ist schneller als Schrittgeschwindigkeit fahrenden Radfahrer*innen immer die Nutzung der Fahrbahn zu empfehlen.  

Insbesondere auf der nördlichen Luegallee wird mit gefährlichen Manövern von falsch unterrichteten und maßregelnden PKW-Fahrer*innen das Radfahren auf der Fahrbahn zum Überlebenstraining. Hier kann mit dem Fahrradschutzstreifen für Rechtsklarheit und Sicherheit gesorgt werden.  

Auf der nördlichen wie auch auf der südlichen Seite, würde der Fahrradschutzstreifen die Sicherheit für die Radfahrer*innen erhöhen. Gleichzeitig gibt es den motorisierten Fahrzeugführer*innen eine erkennbare Abstandsmarkierung, so dass kein*e Radfahrer*in unbewusst durch Bedrängung zum Sturz gebracht wird oder vielleicht auch aus Versehen vom Rad tuschiert wird.    

Mit Grünen Grüßen  

Markus Loh                Sybille Deilmann                    Astrid Wiesendorf