BV 4 Anfrage zur: Prüfung der alternativen Standorte für den Neubau des Hallenbads im linksrheinischen Düsseldorf
26. Aug 2015

An den
Herrn Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 4
Luegallee 65
40545 Düsseldorf

Sehr geehrter Herr Tups,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie folgende Anfrage in der Sitzung am 26.08.2015 durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1) Warum wurde die Bezirksvertretung nicht über die alternative Planung eines Standortes rechtzeitig informiert und musste diese über Zeitungsberichte erfahren?

2) Wie viele Einwohner*innen wohnen im fußläufigen Umkreis von 500m beim jetzigen Hallenbadstandort in Oberkassel und bei der neu zu prüfenden Alternative und wie viele dieser Einwohner*innen sind über 65 oder unter 18 Jahre? (Hierbei sollten auch genehmigte Neubebauungen mit berücksichtigt werden.)

3) Welche Auswirkungen hätte die Verlegung für den Schwimmunterricht an den nun alternativ angedachten Standort sowohl durch finanziellen laufende Mehrkosten für den Transfer als auch möglichen Mehraufwand an Zeit für den Schulbetrieb und die effektiven Schwimmunterrichtszeiten?

Sachdarstellung
Wie wir während der Urlaubszeit in den Tageszeitungen lesen konnten, wird von der Verwaltung ein alternativer Hallenbadstandort in der Nähe des Heerdter Dreiecks auf dem Gelände der alten Sporthalle an der Pariser Straße geprüft.

Die Verwaltung hat gegenüber der Bezirksvertretung bislang ausschließlich den Standort an der Lütticher Straße als den Richtigen erachtet.

Die Bezirksvertretung hatte daraufhin in ihrer Juni Sitzung unter Vorgabe dieser Planung einen interfraktionellen Beschluss gefasst, das Hallenbad mit Bürgerhaus und Wohnen am bewährten Standort zu planen und zu bauen.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Verwaltung ihrer Informationspflicht gegenüber der Bezirksvertretung nicht nachkommt und rechtzeitig über Planungsänderungen zumindest in Kenntnis setzt oder die Bezirksvertretung an dem Planungsprozess frühzeitig einbezieht.

Der  Standort  an der Pariser Straße erscheint sicherlich bezüglich kurzfristiger Finanzierbarkeit attraktiv zu sein, aber ist er das auch auf lange Sicht, wenn er zum einen von der fußläufigen Erreichbarkeit nicht mehr so zentral innerhalb einer Wohnbebauung liegt, sondern gerade zwischen Heerdt und Oberkassel. 

Der aktuelle Standort an der Lütticher Straße hat gerade durch die fußläufige Nähe zu drei weiterführenden Schulen und einer Grundschule einen Vorteil, der aus unserer Sicht bei der Abwägung berücksichtigt muss. Auf lange Sicht entstehen hier Mehrkosten für die Stadt, die mit in die Berechnung der Wirtschaftlichkeit mit eingehen sollten.

Mit freundlichem grünen Gruß

Markus Loh            Astrid Wiesendorf