Anfrage in der BV6: Taktile Platten für Sehbehinderte
26. Jan 2011

An
Herrn Bezirksvorsteher des Stadtbezirks 6

 

Anfrage der Fraktion Bü90/Grüne:

Die Verwaltung wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

Aus welchem Grunde wurden beim Umbau der Haltestellen entlang der Straßenbahnlinie 712 nur einige und nicht alle mit taktilen Platten für Sehbehinderte versehen?
Warum wurden dort, wo welche verlegt wurden, Platten mit sehr großer Riefen-/Steg- Breite und –Tiefe, abweichend von den an anderen, früher bereits umgebauten Haltestellen mit Platten feiner Riffelung, gewählt?
Soll dort, wo keine taktilen Platten verlegt wurden, nachgerüstet und dort, wo die gefährlichen, groben Platten zum Einsatz kamen, umgerüstet werden?

Begründung:

Direkt beim ersten Ausstieg aus der Straßenbahnlinie 712 an einer umgebauten Haltestelle (Grunerstraße) blieb der Anfragesteller mit der Schuhspitze in einer der breiten Riefen der dort verlegten taktilen Platten hängen und wäre fast gefallen. Das kann nicht der Sinn dieser Hilfsmittel für Sehbehinderte sein.
Andere entlang der Linie 712 nun umgebaute Haltestellen weisen anstelle taktiler Platten nur ein Band weißer Platten ohne strukturierte Oberfläche auf. Früher umgebaute Haltestellen im Stadtgebiet weisen taktile Platten mit einer engen und nicht allzu tiefen Riefen-/Halbrundsteg-Struktur auf, die dem Leitanspruch für Sehbehinderte gerecht werden, ohne in ihrer Oberflächenausprägung Stolpergefahren in sich zu bergen.

gez. Thomas Eggeling