BV 6 Antrag mit CDU, FDP, SPD LINKE: Sonderprogramm des Landes NRW "Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen
03. Feb 2016

An
Herrn Bezirksbürgermeister
des Stadtbezirks 6

Die Bezirksvertretung 6 bittet die Verwaltung, für die beiden Maßnahmen

- Einstellung von 1-2 zusätzlichen Streetworkern im Stadtbezirk 6 als Pilotprojekt bis erstmal Ende 2018,
- Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung Lichtenbroicher Weg 96

die notwendigen Antragsunterlagen einschließlich der Kostenschätzungen zu erstellen und diese fristgerecht zu beantragen.

Sachdarstellung
Im Stadtbezirk 6 sind aktuell über 1.000 Flüchtlinge untergebracht und in den nächsten Monaten wird die Anzahl auf über 2.000 Flüchtlinge anwachsen. Ergänzt werden muss, dass sich die Unterbringungen auf die Stadtteile Mörsenbroich und Lichtenbroich konzentrieren und der nicht so stark betroffene Stadtteil Rath durch einen deutlich über dem städtischen Durchschnitt liegenden Migrationshintergrund der Bürgerinnen und Bürger geprägt ist. Vor diesem Hintergrund kommt der notwendigen Integration und der dafür notwendigen Instrumente eine ganz besondere Bedeutung zu.

Der aktuelle sehr engagierte Streetworker kann nicht alle Jugendliche in den aktuell 14 Unterkünften betreuen und daher wären 1-2 zusätzliche Streetworker, die letztlich auch die Koordination der Ehrenamtler für Aktionen mit vor allem Jugendlichen und jüngeren Männern übernehmen, wie z. B. Besuch von Fußballspielen oder -turnieren, zwingend erforderlich.

Denkbar wäre es, wenn diese in der Jugendfreizeiteinrichtung Lichtenbroich sowie in Mörsenbroich in den Räumen des Abenteuerspielplatzes oder des T-Punktes der Thomaskirche eine Art Büro für Sprechzeiten bekommen könnten. Im neuen Welcome-Point des Stadtbezirkes 6 – im Rather Familienzentrum – ist solch eine Lösung auch angedacht.

Die Jugendfreizeiteinrichtung Lichtenbroich ist das ehemalige Baustellenholzhaus der Rheinufertieferlegung und baulich in einem mehr als nur schlechten Zustand. Nicht nur baulich auch räumlich ist das Gebäude schon seit längerem nicht mehr zeitgemäß. Im Hinblick auf die Integration von Kindern und Jugendlichen kommt den Jugendfreizeitreinrichtungen eine besondere Bedeutung zu. Denkbar wäre auch einen Raum für eine Ehrenamtskoordination zu integrieren.

Der für 2018 geplante Neubau könnte auf diese Art und Weise – mit 70 % Landesförderung – wirtschaftlicher umgesetzt werden, als im Rahmen eines Investorenmodells, welches durch eine Mietzahlung basierend auf 100% Ausgaben deutlich teurer werden würde.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Ralf Thomas               gez. Birgit Schentek                 gez. Peter Schumacher
gez. Peter Rasp                  gez. Gerhard Peters                gez. Gerald Helmke
gez. Karsten Körner           gez. Lothar Daxenberger        gez. Joachim Wissing