BV 9 Anfrage zu: Kauf und Sanierung des Thyssen-Krupp-Geländes Paulsmühle zwecks Berufskolleg-Neubau
08. Mai 2015

An den Bezirksvorsteher der BV 9 

Herrn Dr. Karl-Heinz Graf 

Benrodestraße 46 
   
40597 Düsseldorf

Sehr geehrter Herr Dr. Graf,

die ich bitte Sie, die folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung 9 am 08.05.2015 zu setzen.

Situation:
Seit über zehn Jahren wird in Düsseldorf über einen Neubau des Dürer-Berufskollegs debattiert, ohne dass bisher planungsrechtliche Maßnahmen ergriffen wurden. Bei dieser Debatte war auch als neuer Standort das Thyssen-Krupp-Gelände nahe Paulsmühle in Benrath (siehe Skizze) eine Option. Die letzten Planungen der Stadtverwaltung diesbezüglich stammen aus 2008 und das Thema war zuletzt in 2011 Gegenstand einer IDR-Aufsichtsratssitzung.

Nach Presseberichten (EXPRESS v. 04.04.2015) sind Stadt und Grundstückseigentümer Thyssen-Krupp in Verkaufsgespräche eingetreten.: "Die IDR zahlt nach EXPRESS-Informationen nur rund 60 % des marktüblichen Bodenrichtwerts (hier 520 Euro pro Quadratmeter)." In diesem Bericht heißt es zudem: "Wichtiges Ziel ist die Versiegelung und Betonierung des belasteten Bodens."

Die Verwaltung wird gebeten Auskunft zu geben zu den folgenden Fragen:

1. Welche Altlasten-Stoffe wurden in den vergangenen Jahren auf dieser Fläche festgestellt und ist vor dem Kauf zwecks Neubebauung eine erneute Altlastenuntersuchung erforderlich?

2. Steht der um 40% niedrigere Bodenrichtpreis in Zusammenhang mit der Altlasten-Belastung des Grundstücks?

3. Ist eine bloße Versiegelung / Betonierung des belasteten Bodens eine zuverlässige Absicherung vor zukünftigen schädlichen Emissionen in die Ökosphäre und welche Vor- und Nachteile hat dem gegenüber eine Sanierung der Altlasten mit der Methode "vollständige Auskofferung des belasteten Bodens"?

Mit freundlichen Grüßen

Richard F. Wagner