BV 9 Antrag zu: Grünordnungsplan
20. Feb 2015

An den Bezirksvorsteher der BV 9
Herrn Dr. Karl-Heinz Graf

Sehr geehrter Herr Dr. Graf,

die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, den folgenden Antrag in die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung 9 am 20.02.2015 aufzunehmen:

Die Bezirksvertretung 9 bittet die Verwaltung, im Grünordnungsplan 2025

- Erhalt der nicht mehr benötigten Erweiterungsfläche nördlich des Friedhofs Itter (Teilraum 17) als Grünfläche, siehe auch Planungshinweiskarte. Verzicht auf Wohnungsbau auf dieser Fläche, stattdessen Prüfung der Ausweisung als Kleingartengelände oder Teilaufforstung,

- Vernetzung des Grünzugs Wersten (Teilraum 17) mit Himmelgeist / Itter (Teilraum 07) durch eine Querung der Münchener Str. im Bereich des Bolzplatzes Itter, siehe Verkehrsentwicklungsplan,

- Gewässerverbindung (langfristig) zwischen der Itter und dem Mönchgraben (Teilraum 12) zur Stärkung des Biotopverbunds,

- Realisierung (mittelfristig) der naturnahen Wegeverbindung zwischen Benrather – und Garather Forst östlich der A 59 (gegenüber Wanderparkplatz Hildener Straße, Teilraum 12), gegebenenfalls als Teil der "Radroute Grüner Rücken".

Begründung:
Die oben genannten Maßnahmen, insbesondere der Erhalt der bisherigen Erweiterungsfläche des Friedhofs Itter als Grünfläche, decken sich mit den Zielen des Grünordnungsplans 2025.

Weitere Erläuterungen erfolgen bei Bedarf mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Ernst Welski

Nachtrag

zum Grünordnungsplan 2025 möchte ich im Namen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksvertretung 9 folgende (zusätzlich zu den im BV-Antrag genannten) Vorschläge / Anregungen machen:

1) Lärmaktionsplan, Seite 13: Maßnahmen, die ermöglichen, den Hasseler –/Benrather - und Garather Forst als “ruhige Gebiete” einzustufen; Sicherstellung des dargestellten Ruheraums im Himmelgeister Rheinbogen in seiner jetzigen Ausdehnung auch nach Entwicklung des “Hafen Reisholz”;

2) Kinderspielplätze, Seite 24: Ausweisung von “Naturerlebnisräumen” auf Grün-/Brachflächen anstelle deren Überplanung z. B. als Baugebiet (s. a. Teilraum 12, ehem. Sportplatz Schimmelpfennigstr.);

3) Straßenbäume, Seite 34: Die genannten Erkenntnisse zum Schutz/Erhalt müssen sich alle Fachämter und deren Mitarbeiter/-innen zu eigen machen, z. B. durch Herstellen ausreichend großer Baumscheiben sowie deren Freihaltung von Falschparkern; 

5) Landwirtschaft, Seite 67: Der Verzicht auf Anbau unter Glas etc. muss auch im Bereich des B-Plans “Am Scheitenwege-Süd” gelten, zumal in der Frischluftschneise liegend;

6) Freiräume am Wasser, Seite 73: Wiederfreigabe der Wanderwege im Himmelgeister Rheinbogen, u. a. zur Trennung von Radverkehr und  Wanderern;

7) Teilraum 07/17: Wiederherstellung des Broichgrabens/Holthausener Bachs als durchgehende Gewässerverbindung, auch im Bereich des B-Plans “Am Scheitenwege-Süd”

8) Finanzierung und Förderung, Seite 154: “Die Verpflichtung von Investoren ... einen ausreichenden Anteil an Grün- u. Freiflächen zu sichern und diese auch umzusetzen” muss natürlich auch für Beispiele wie Hotelneubau (Henkel etc.) an der Bonner Str. gelten.