Änderungsantrag zum Haushalt 2012: Städtischer Anteil zur Finanzierung des „Kompetenzzentrums Frau und Beruf“
14. Nov 2011

An Ratsherrn
Klaus Mauersberger
Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften

Sehr geehrter Herr Mauersberger,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des AWTL am 14. November 2011 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Die Stadt Düsseldorf beteiligt sich am „Kompetenzzentrum Frau und Beruf“ und stellt die erforderlichen finanziellen Mittel in Höhe von 5 % des Projektvolumens (20.000 Euro pro Jahr) für die Laufzeit des Projektes (3,5 Jahre) zur Verfügung.

Sachdarstellung:
Gut ausgebildete Frauen sind begehrte Fachkräfte. Allerdings fehlt vielen Betrieben und Unternehmen das entsprechende Know-how, um diese Fachkräfte zu werben, ihnen attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten und sie zu fördern. Auch die Institutionen, die weibliche Arbeitskräfte vermitteln bzw. Unternehmen dahingehend beraten, haben hier Nachholbedarf.

Genau hier setzt die Landesinitiative Frau und Wirtschaft, im Zuge derer zum 1. Januar 2012 16 regionale „Kompetenzzentren Frau und Beruf“ auf den Weg gebracht werden, an. Die regionalen Kompetenzzentren bieten eine Vernetzung der Bereiche von Gleichstellungspolitik, Bildungspolitik, Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, so dass gemeinsame Möglichkeiten für Frauen am Arbeits- und Ausbildungsmarkt erschlossen und Handlungsanforderungen gebündelt werden können.

Inzwischen sind im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW (MGEPA) für alle 16 Regionen Interessenbekundungen zur Einrichtung eines „Kompetenzzentrums Frau und Beruf“ eingereicht worden. Für die Region Düsseldorf / Kreis Mettmann beabsichtigt die Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH (ZWD) ein „Kompetenzzentrum Frau und Beruf“ einzurichten. Die Stadt Düsseldorf unterstützt diese Bewerbung durch mehrere „Letter of Intent“, u.a. vom städtischen Wirtschaftsförderungsamt, dem Gleichstellungsbüro, den Kammern und der Arbeitsagentur. Der Kreis Mettmann unterstützt die Bewerbung ebenfalls.

Die Gesamtkosten für jedes Kompetenzzentrum werden auf circa 400.000 Euro pro Jahr kalkuliert, diese Kosten beinhalten neben der Schaffung von vier Vollzeitstellen auch Sachkosten für Fachveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, allgemeine Betriebskosten usw. 90 % der Finanzierung werden durch das MGEPA (Mittel  aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) übernommen, die restlichen 10 % müssen seitens des Trägers zur Verfügung gestellt werden.

Der Kreis Mettmann hat seine 5 %ige Beteiligung in Höhe von 20.000 Euro bereits am 06.10.2011 beschlossen. Jetzt ist es an der Stadt Düsseldorf, ihrerseits einen entsprechenden Beschluss zu fassen.

Mit freundlichen Grüßen

Iris Bellstedt