Antrag von SPD,GRÜNE und die LINKE: Finanzierung der Fördermittel zur Interventionsstelle gegen Häusliche Gewalt im Ausschuss für Gesundheit und Soziales
30. Okt 2012

An
Ratsfrau Claudia Bednarski
Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Sehr geehrte Frau Bednarski,

die Ratsfraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE bitten Sie, folgenden Antrag zu TOP 5 auf die Tagesordnung der Sitzung am 30. Oktober 2012 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern nimmt den Förderanträge der Frauenberatungsstelle Düsseldorf e. V. zur Fortsetzung der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt in Höhe von 75.000 Euro für das Jahr 2013 zur Kenntnis und empfiehlt dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales, die beantragten Mittel zur Förderung zu bewilligen.

Sachdarstellung:
Die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt begann ihre Arbeit trotz fehlender Förderung im Frühjahr 2012, um die Beratung und Betreuung der Opfer häuslicher Gewalt nach einem Polizeieinsatz zu gewährleisten. Der pro-aktiven Ansatz der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt bietet Frauen und Männern, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind, zeitnah unterstützende Hilfe an.

Eine Finanzielle Unterstützung der Interventionsstelle ist unerlässlich, um das laufende Projekt und die Fortsetzung des Projektes zu ermöglichen und zu gewährleisten. 

Die Dringlichkeit für die Fortsetzung der Arbeit beweisen aktuelle Zahlen: So hat sich die Anzahl der Anzeigen von 308 Fällen in 2002 auf 1.311 Fälle in 2011 erhöht. Wohnungsverweisungen steigen von 118 im Jahr 2002 auf 479 Fälle im Jahr 2011. Die Beratungsvermittlung an die Frauenberatungsstelle hat sich in derselben Zeit von 68 auf 367 erhöht.  Diese Zahlen beweisen, dass häusliche Gewalt weiterhin inmitten unserer Gesellschaft stattfindet. Sie beweisen jedoch auch, dass Menschen die Hilfsangebote zunehmend wahrnehmen.

Zur weiteren Sachdarstellung wird auf die ausführliche Begründung der Antragsstellerin verwiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Ioannis Vatalis     Angela Hebeler