GRÜNE: Hilfe für Opfer von Menschenhandel auf der Charlottenstraße
24. Nov 2011

Die GRÜNE Ratsfraktion begrüßt den Antrag der Frauenberatungsstelle bei der Bezirksvertretung 1, die dort noch vorhandenen finanziellen bezirkseigenen Restmittel von 2011 für verstärkten Personaleinsatz zu beantragen.

„Im Bereich der Straßenprostitution Charlottenstraße fehlen bislang die Mittel, um dort Streetworkerinnen mit Sprachkenntnissen mehr als nur stundenweise einzusetzen. Die in der Zwangsprostitution arbeitenden bulgarischen und rumänischen Frauen brauchen aber sprachkundige Ansprechpartnerinnen, nur so kann Vertrauen geschaffen und Hilfestellung gegeben werden“, erläutert Jürgen Kamenschek, Sprecher der GRÜNEN in der Bezirksvertretung 1. „Das Geld aus den Restmitteln sollte für diesen wichtigen Zweck verwendet werden.“

Obendrein würde die Polizei von einer intensiveren betreuenden Sozialarbeit profitieren, denn eine Perspektiven gebende Vertrauensbasis zu den Prostituierten ist auch der erste Schritt, an die Hintermänner der Zwangsprostitution heran zu kommen.

„Sollte dem Antrag stattgegeben werden, darf die Stadt sich allerdings trotzdem nicht ihrer Verantwortung entziehen. Sie sollte dafür Sorge  tragen, dass der Frauenberatungsstelle und anderen mit diesem Menschenrechtsthema vor unserer Haustüre beschäftigten Institutionen in Zukunft kompetentes Personal in weit größerem Umfang als bisher zur Verfügung steht“, merkt Kamenschek abschließend an.