Haushaltsantrag zum Internationalen Frauenhaus
17. Okt 2008

Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales am 30.10. stellen wir den folgenden Haushaltsantrag, um die Beratung und Begleitung von Migrantinnen nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus  weiter zu gewährleisten:
Antrag zu den Haushaltsberatungen in der Sitzung des Ausschusses am 30.10.08
hier:     Personalkostenzuschuss  für das Internationale Frauenhaus
    (Produkt 031 315 030 – Zeile 15 - Sachkonto 10000 5317007)

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 30.10.2008 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Für die Beratung und Begleitung für Migrantinnen nach dem Aufenthalt im Internationalen Frauenhaus werden für 2009 und Folgejahre
zusätzlich 15.000,00 €

als Personalkostenzuschuss in den Haushalt eingestellt.

Sachdarstellung:
Migrantinnen haben nach dem Aufenthalt im Frauenhaus in der Regel eine noch schwierigere Situation zu bewältigen als Frauen deutscher Herkunft. Beispielsweise haben viele einen unsicheren Aufenthaltsstatus oder es ist gar eine Ausweisung angedroht. Oft haben sie jeden Kontakt zur Familie verloren und interkulturelle Differenzen und Verständigungsschwierigkeiten erschweren die Kommunikation mit anderen. Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind in der Regel sehr gering.  Einige Frauen, die in ihrem Heimatland Krieg und Vertreibung ausgesetzt waren,  leiden zudem unter posttraumatischen Belastungsstörungen und diversen gesundheitlichen Einschränkungen.
Migrantinnen brauchen also nach dem Aufenthalt im Frauenhaus eine besonders intensive nachgehende Beratung und Betreuung, damit die Integration in ihr neues Leben und in diese Gesellschaft eine Chance hat. Und sie sprechen darauf in der Regel die ihnen vertrauten Beratungs- und Betreuungspersonen an.
Das Land NRW hatte bereits 2007 die Fördermittel für die Frauenhäuser gekürzt mit dem Argument, die nachgehende Beratung sollte nicht von den Frauenhäusern selbst, sondern könne von örtlichen Beratungsstellen gemacht werden.
In der Praxis beweist sich allerdings, was vorher auch zu vermuten war, dass die Frauen natürlich die ihnen vertrauten Personen ansprechen und hier Beratung suchen. Zudem sind die Beratungsstellen ausgelastet. 
Der Zuschuss für die nachgehende Beratung und Begleitung von Bewohnerinnen des Internationalen Frauenhauses soll daher um 15.000 € erhöht werden (ein Antrag/Konzept der AWO Düsseldorf liegt hierzu vor).
Mit freundlichen Grüßen             

Antonia Frey