Ehemalige JVA auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung 1 - GRÜNE haben Geschichte und Zukunft der Ulmer Höh’ im Blick
02. Mai 2012

Gleich mehrfach steht die ehemalige Justizvollzugsanstalt auf der Ulmer Höh’ auf der Agenda der BV1 in dieser Woche. Die GRÜNEN engagieren sich dabei sowohl für die Geschichte des Geländes als auch für seine Zukunft.

Jürgen Kamenschek, Fraktionssprecher der GRÜNEN in der BV1: „Viele AnwohnerInnen, die seit Jahrzehnten neben den Gefängnisgebäuden leben, möchten ihn vor dem Abriss unbedingt von innen besichtigen. Der Eigentümer (Bau und Ligenschaftsbetrieb NRW) und die Stadt sollten diesem Interesse Rechnung tragen und öffentliche Führungen anbieten“.

Annette Klinke, ebenfalls GRÜNE BezirksvertreterIn ergänzt: „Anhand der Geschichte dieses Gebäudes kann auch die Entwicklung des Strafvollzuges und somit ein Stück Geschichte unseres Landes und unserer Stadt vermittelt werden. Diese einmalige Chance sollten wir nutzen.“

Mit einem Änderungsantrag zum Planungsverfahren nehmen die GRÜNEN gleichzeitig die Zukunft des Geländes in Derendorf in den Blick. Kamenschek: „Uns ist wichtig, dass die Ideen und Interessen der BürgerInnen im Mittelpunkt stehen. Dazu müssen die Öffentlichkeitsbeteiligung verbessert werden und die bekannten Wünsche der DerendorferInnen geprüft werden. Dazu gehört beispielsweise ein BürgerInnenzentrum, das bislang im gesamten Bezirk fehlt, und der teilweise Erhalt der historischen und geschichtsträchtigen Gebäude.“

Außerdem sprechen sich die GRÜNEN für bezahlbare Wohnungen aus. „Wenn 50 % der Düsseldorfer Haushalte Anspruch auf eine geförderte Wohnung haben, ist es unverantwortlich, hier maximal 10 % zuzulassen! Der Anteil muss auf 20 - 30 % erhöht werden,“ fordert Kamenschek.