Haushaltsantrag mit SPD, FDP zu: Erhöhung finanzielle Zuwendungen an die AIDS-Hilfe Düsseldorf e. V. für interkulturelle Präventionsarbeit
05. Nov 2014

Herrn
Olaf Lehne   
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Lehne,

die Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 5. November 2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der im Haushaltsplan- Entwurf vorgesehene Ansatz im Produkt 04141401, Konto 53180000 (Seite 104) „Zuwendungen für laufende Zwecke an übrige Bereiche“ mit dem Inhalt „Zuschüsse des Gesundheitsamtes“ wird für 2015 ff um 50.000,- € für den Bereich der interkulturellen Präventionsarbeit der AIDS-Hilfe Düsseldorf e. V. erhöht.

Sachdarstellung 
Düsseldorf gehört zu den besonders stark durch HIV und Aids betroffenen deutschen Großstädten, in Düsseldorf lebten 2012 geschätzt (Jahresbericht 2013 der AIDS-Hilfe Düsseldorf) 2.600 Menschen mit HIV oder AIDS. In den letzten Jahren konnte die AIDS-Hilfe Düsseldorf die Prävention mit Hilfe öffentlicher und privater Zuschüsse ausbauen und somit den Anstieg von Neuinfektionen bremsen. Die Anstrengungen in der Aids-Prävention dürfen nicht nachlassen, sondern müssen nicht nur erhalten sondern verstärkt werden.

Der Ansatz in der Präventionsarbeit ist in den letzten Jahren immer internationaler geworden, kulturelle Kompetenz wird für gute Präventionsarbeit daher immer wichtiger. Informationen, Hilfen und Unterstützungsangebote zu gesundheitlichen Fragen sind vor allem für Menschen mit Migrationshintergrund manchmal nicht leicht zu finden und zu verstehen. Dies gilt besonders für Menschen, die aus anderen Sprach- und Kulturkreisen nach Deutschland gekommen sind.

Damit auch diese Menschen Antworten auf ihre Fragen zu den Themen HIV, AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten erhalten, bedarf es der Erweiterung in den Angeboten der lebensweltnahen interkulturellen Präventionsarbeit.

Vor diesem Hintergrund ist eine Ansatzerhöhung im oben genannten Sachkonto vorzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Klaudia Zepuntke        Angela Hebeler        Rainer Matheisen