Anfrage zu: Inanspruchnahme von GebärdensprachdolmetscherInnen in Düsseldorf
06. Feb 2013

Herrn
Wolfgang Janetzki
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Janetzki,

im Haushaltsentwurf 2013 des Amtes für soziale Sicherung und Integration wurden Veränderungen (Einsparungen) im Bereich der GebärdensprachdolmetscherInnen vorgenommen (Amtsinterne Querschnittsaufgaben Produkt 031 312 000, Sachkonto 5331000). Diese Einsparungen resultieren gemäß Aussage der Verwaltung aus der Anpassung an den Bedarf.

Vor diesem Hintergrund bittet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 06. Februar 2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1) Welche Zahlen über die Entwicklung der letzten fünf Jahre bezüglich der Inanspruchnahme von GebärdensprachdolmetscherInnen bei Behördengängen liegen der Stadtverwaltung vor (aufgeschlüsselt nach Jahren)?

2) Welche Anstrengungen unternimmt die Stadt Düsseldorf, das bestehende Serviceangebot, GebärdensprachdolmetscherInnen zur Verfügung zu stellen, bei den Bürgerinnen und Bürgern zu bewerben?

3) Welche Gründe (Probleme, Hindernisse, Faktoren) sieht die Stadt Düsseldorf dafür, dass das Angebot so wenig genutzt wird?

Sachdarstellung:
In Düsseldorf wird durch den Einsatz von GebärdensprachdolmetscherInnen in vielen Bereichen die Teilhabe am öffentlichen Leben auch für hörbehinderte Menschen ermöglicht. So können bei öffentlichen Sitzungen politischer Gremien, Veranstaltungen der Stadt Düsseldorf, Führungen in Museen etc. die Dienste von GebärdensprachdolmetscherInnen kostenlos in Anspruch genommen werden, falls die Teilnahme von mindestens fünf gehörlosen Menschen je Veranstaltung gegeben ist.

Auch für die Belange bei Anfragen in Behörden sollten für Hörgeschädigte keine Hindernisse aufgrund der Behinderung vorliegen und somit der Einsatz von GebärdensprachdolmetscherInnen selbstverständlich sein.

Die Kürzungen im Haushaltsentwurf Amt 50 im oben genannten Bereich von 7.500,- Euro auf 1.000,- Euro lassen die Frage aufkommen, aus welchen Gründen sich der Bedarf an GebärdensprachdolmetscherInnen so drastisch gesenkt hat und welche Hindernisse zu einer offensichtlich geringen Nutzung von GebärdensprachdolmetscherInnen geführt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Ott                Christoph Gormanns            Pegah Edalatian-Schahriari

Antworten der Verwaltung