GRÜNE: Methadonvergabe unter Beteiligung der Wohlfahrtspflege
31. Jan 2013

Im Ausschuss für Gesundheit und Soziales steht für nächste Woche die Schließung der Methadonvergabe in der Benroderstraße 31 / Hospitalstraße 1 (Benrath) auf der Tagesordnung. Nachdem Ende letztes Jahr die Methadonambulanz in der Graf-Adolf-Straße 76 (Stadtmitte) geschlossen wurde, verbliebe dann nur noch als letzte städtische Vergabestelle die Ambulanz in der Flurstraße 45 (Flingern).

Für circa 30 bis 60 Patientinnen und Patienten, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben (z. B. Betäubungsmittelgesetz oder Kinder- und Jugendschutz) in der Betreuung der Stadt bleiben müssen, ist damit die Methadonausgabestelle in der Flurstraße die einzige Möglichkeit.

Alle anderen circa 100 PatientInnen der Benroderstraße würden durch niedergelassene Ärzte betreut werden. „Dass das Modell, Methadon von niedergelassenen Ärzten auszugeben, nicht unbedingt die beste Lösung ist, zeigen die Probleme an den Standorten Kamper Acker und Roßstraße“, wundert sich Susanne Ott, sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion. Die gesamtheitliche soziale Betreuung und Beratung der PatientInnen könne in den Arztpraxen nicht angeboten werden, zudem wären die Beschwerden von AnwohnerInnen hinreichend bekannt.

„Wir können uns für Düsseldorf ein Konzept der Methadonvergabe unter Beteiligung der Wohlfahrtspflege vorstellen, wie es z. B. auch in Köln verwirklicht wird. Nach unseren Kenntnissen rechnet sich das auch“, schlägt Ott vor.

„Interessant finde ich, dass die Stadtverwaltung das Thema Methadonvergabe auf die Tagesordnung des Ausschusses gesetzt hat – werden doch sonst zurzeit alle Angelegenheit, die mit dem Thema „Sucht“ zu tun haben, mit dem Hinweis auf das anstehende „Suchthilfekonzept der Landeshauptstadt Düsseldorf“ auf einen späteren Zeitpunkt verschoben“, schließt Ott mit dem Verweis, dass sie sich dafür einsetzen wird, die Beschlussvorlage zur Schließung der Methadonambulanz von der Tagesordnung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales kommenden Mittwoch nehmen zu lassen.