Anfrage zu: Konzepte für pflegebedürftige ältere Menschen und deren Angehörige im Wohnquartier
22. Jan 2014

Herrn
Wolfgang Janetzki
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 22. Januar 2014 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie sieht das Konzept der Stadt Düsseldorf, pflegebedürftige ältere Menschen so lange wie möglich im Wohnquartier zu betreuen, aus?

2. Wie fördert die Stadt neue Wohnformen im Alter, in denen ein gemeinschaftliches und weitgehend selbstbestimmtes Wohnen ermöglicht wird?

3. Werden Angebote zur Entlastung pflegender Angehöriger in den Wohnvierteln sicher gestellt und koordiniert, wenn ja, welche, wenn nein, wie ist die Perspektive?

Sachdarstellung:
Die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen möchte so lange wie möglich im vertrauten Wohnumfeld bleiben. Um ihnen das auch bei Pflegebedürftigkeit zu ermöglichen und eine Heimunterbringung so lange wie möglich zu vermeiden, müssen wohnortnahe und vernetzte Unterstützungsangebote vorhanden sein.

Neue Wohnformen im Alter (z. B. betreutes Wohnen, Gruppenwohnungen oder Pflegewohngemeinschaften) können in vielen Fällen eine ausreichende pflegerische und medizinische Versorgung im häuslichen Umfeld bieten und stellen damit eine Alternative zur stationären Betreuung dar.

Außerhalb von stationären Einrichtungen obliegt die Pflege von Angehörigen zum größten Teil nach wie vor den Frauen, daher sind vor allem bei gleichzeitiger Berufstätigkeit Entlastungsangebote unabdingbar. Perspektivisch ist eine Infrastruktur mit familien- und altengerechten Wohnraumangeboten, einer wohnungsnahen Grundversorgung und Tagespflegeangeboten im Quartier zu entwickeln.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Ott                Pegah Edalatian-Schahriari        Jürgen Kamenschek

Antworten der Verwaltung