Anfrage zu: Sicherheit - Optimierung der Arbeitsabläufe in den Jobcentern Düsseldorf
19. Jun 2013

Herrn
Wolfgang Janetzki
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage / folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 19. Juni 2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Inwieweit entspricht das Sicherheitskonzept der Jobcenter Süd, Mitte und Nord in Düsseldorf dem Maßnahmenkatalog der Regionaldirektion NRW, ist z. B. vorgesehen, das Alarmsystem ARE, also Alarmrufe über den PC „Amok-Alarmknopf“, flächendeckend in den Jobcentern Düsseldorf zu installieren (wenn ja, in welchem Zeitraum, wenn nein, warum nicht)?

2. Erhalten die MitarbeiterInnen der Jobcenter Düsseldorf Fortbildungsmaßnahmen im Bezug auf das Konzeptpapier der Regionalverwaltung, und wenn ja, welche?

3. Welche organisatorischen Maßnahmen / Verbesserungen wurden in die Wege geleitet, um den Ablauf innerhalb der Jobcenter zu optimieren und schon im Voraus frustrierende Situationen für die Kundin / den Kunden zu vermeiden?

Sachdarstellung:
Nach dem gewaltsamen Tod einer Mitarbeiterin des Jobcenters Neuss im September 2012 wurde von der trägerübergreifenden Arbeitsgruppe „Sicherheit in Agenturen für Arbeit und Jobcentern“ im Februar 2013 ein Maßnahmenkatalog zur Erhöhung der Sicherheit erarbeitet. Aktuell ist das Thema bedauerlicher Weise wieder, da am 21. Mai 2013 erneut ein Angriff auf eine Mitarbeiterin stattfand (Leipziger Jobcenter).

Der Pressesprecher des Düsseldorfer Jobcenters Mitte in der Luisenstraße stellte gegenüber der Presse klar (Rheinische Post, 06.03.2013), dass dort schon lange ein umfassendes Sicherheitskonzept vorhanden sei und dieses bereits überprüft und überarbeitet wurde. Von Interesse sind auch die Sicherheitsvorkehrungen in den Jobcentern Süd und Nord.

Neben baulichen Maßnahmen wie Eingangsschleusen und die Etablierung von Fluchtwegen ist in erster Linie die Ausbildung der MitarbeiterInnen ein wichtiger Bestandteil der von der Regionaldirektion vorgeschlagenen Verbesserungen.

Zusätzlich zu Seminaren zur Gewaltprävention und Schulungen zur Verbesserung der interkulturellen und sozialen Kompetenz sind unserer Meinung nach vor allem die Optimierung der strukturellen Abläufe und der Organisation von Bedeutung, um frustrierende Situationen und daraus resultierende Eskalationen für alle Beteiligten im Vorfeld zu verhindern.

Quellen:
Mit offenen Augen: Überlegungen zur Gewaltprävention für Beschäftigte in Agenturen für Arbeit und Jobcentern

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Ott            Christoph Gormanns        Pegah Edalatian-Schahriari

Antworten der Verwaltung