Anfrage zu: Verfahrenspraktiken des Jobcenter Düsseldorfs im Bereich Zeitarbeit
19. Jun 2013

Herrn
Wolfgang Janetzki
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage / folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 19. Juni 2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Gibt es Aufstellungen des Jobcenters Düsseldorf über die Anzahl der Vermittlungen und deren Verteilungen auf Zeitarbeitsfirmen, und wenn ja, wie lauten diese?

2. Wurden Kooperationsverträge zwischen dem Jobcenter Düsseldorf und Zeitarbeitsfirmen geschlossen, und wenn ja, welche?

3. Welche Standards müssen Zeitarbeitsfirmen erfüllen, um seitens des Jobcenters Düsseldorf als potentielle ArbeitgeberIn ausgewählt und vermittelt zu werden (z. B. Mindestlohn, Sicherheit, Mindestdauer des Arbeitsvertrages)?

Sachdarstellung:
Anlässlich der Berichterstattung des ARD-Magazins „PlusMinus“ am 13.03.2013 zur bundesweiten Problematik der zeitlich befristeten Arbeitsverhältnisse stellt sich auch die Frage, wie nachhaltig das Jobcenter Düsseldorf in der Vermittlungsarbeit vorgeht.

Ergänzend ist der Zusammenhang zwischen Vermittlung in Zeitarbeitsfirmen und der Druck zur Erfüllung von Vermittlungsquoten auf der einen Seite und einer erfolgreichen Unterbringung in regulären Beschäftigungsverhältnissen auf der anderen Seite ein Widerspruch, den es zu thematisieren gilt.

So hangeln sich viele Menschen von einem Kurzzeit-Job zum nächsten, sodass sie kaum die notwendige Sicherheit für ihre weitere Lebensplanung gewinnen können.

Quellen:
www.ardmediathek.de/das-erste/plusminus/fragwuerdige-quote-warum-jobcenter-die-leiharbeit-pushen

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Ott            Christoph Gormanns    Pegah Edalatian-Schahriari

Antworten der Verwaltung