Anfrage zu: Eltern-Kind-Büro für MitarbeiterInnen der Düsseldorfer Stadtverwaltung
02. Jul 2013

An
Ratsfrau Claudia Bednarski
Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Sehr geehrte Frau Bednarski,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 02. Juli 2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie unterstützt die Stadtverwaltung diejenigen ihrer MitarbeiterInnen, die als Eltern von Klein- bzw. Schulkindern ausfallende Betreuung (z. B. Schließungszeiten von KiTas oder Schulen, beweglichen Feiertage oder Krankheitsausfällen) kompensieren müssen?

2. Inwieweit besteht für MitarbeiterInnen der Düsseldorfer Stadtverwaltung die Möglichkeit, in Notsituationen ihre Klein- bzw. Schulkinder mit an den Arbeitsplatz zu nehmen?

3. Welche speziellen Möglichkeiten der Notfallbetreuung bestehen für MitarbeiterInnen der Düsseldorfer Stadtverwaltung (z. B. Eltern-Kind-Büro)?

Sachdarstellung:
Das Ziel einer familienfreundlichen Kommune und einer familiengerechten Personalpolitik ist unter anderem, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch attraktive Arbeitsplätze zu realisieren. Dazu ist es in Einzelfällen auch nötig, eine sehr kurzfristige Kinderbetreuung zu gewährleisten, ohne dass die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer Freistellung, Zeitkonten oder Kinderpflegekrankengeld in Anspruch nehmen muss.

Meistens sind berufstätige Eltern gut durchorganisiert, trotzdem kann es passieren, dass Eltern eigent-lich zur Arbeit müssen, aber nicht wissen, wo sie die Kinder unterbringen sollen. Für solche Fälle kön-nen die Eltern mit der Einrichtung eines Eltern-Kind-Büros seitens der/s Arbeitgeber/in/s unterstützt werden, indem eine kurzfristige und unbürokratische Betreuungsmöglichkeit geboten wird.

Ohne großen finanziellen Aufwand kann ein Büro kindgerecht umgestaltet werden: für die Arbeitneh-merInnen mit einem vollständig ausgestatten Arbeitsplatz mit Telefon, PC, Intra- und Internetan-schluss, Drucker etc. und mit einer kindgerechten Spielecke für kleinere Kinder oder auch mit einem weiteren Schreibtisch für Hausaufgaben für Schulkinder.

Einerseits verringern sich für die Stadt als Arbeitgeberin die Fehlzeiten der ArbeitnehmerInnen, ande-rerseits kann durch die Bereitstellung einer solchen Betreuung die Motivation für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht werden, die sich in Notfällen auf die Hilfe der Stadt verlassen können.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler        Birgit Müller    Karin Trepke

Antworten der Verwaltung