GRÜNE: Stadt Düsseldorf muss qualifizierte ZuwanderInnen aus der Europäischen Union bei der Arbeitssuche unterstützen
03. Jul 2013

Viele qualifizierte EuropäerInnen ziehen nach Deutschland, um hier zu arbeiten. Laut dem Sachverständigenrat Deutscher Stiftungen für Integration Migration (SVR) ist Deutschland ein Magnet für gut qualifizierte Zugewanderte aus der Europäischen Union. Weiterhin legt der SVR dar, dass Deutschland davon sehr profitiert, denn die möglichen NeubürgerInnen sind häufig jung und zudem gut ausgebildet.

„Damit die EU-Bewegungsfreiheit aber wirklich zu einem Erfolgsmodell wird, müssen die deutschen Kommunen die neuen Fachkräfte in Empfang nehmen und sie über ihre Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt beraten. In Düsseldorf besteht dahingehend noch Handlungsbedarf“, so Ratsfrau Angela Hebeler. Aus diesem Grund hat die GRÜNE Ratsfraktion heute im Integrationsausschuss hierzu einen Antrag gestellt. In der nächsten Ausschusssitzung soll die Stadt Düsseldorf über ihre Unterstützungsmöglichkeiten für qualifizierte Zuwanderer berichten.

In Berlin führt Bundeskanzlerin Merkel heute (03.07.13) eine Sonderkonferenz zum Thema Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union durch. Somit werden in Berlin die europäischen MinisterInnen darüber beraten, mit welchen Maßnahmen man Jugendarbeitslosigkeit in Europa erfolgreich bekämpfen kann. Ein wichtiges Thema hierzu ist auch Mobilität in Europa.

„Die Integration von qualifizierten ZuwandererInnen ist daher ein gesamtgesellschaftliches Thema, insbesondere vor dem Hintergrund des zukünftigen Fachkräftemangels. Somit muss sich auch der AWTL damit beschäftigen“, fügt Ratsherr Jörk Cardeneo hinzu. „Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus & Liegenschaften werden wir dieses Thema zukünftig wieder auf die Agenda setzen. Düsseldorf hatte bereits Arbeitsgruppen eingesetzt, die nach unserem Wissen leider nicht mehr daran arbeiten, beispielsweise eine geeignete 'One-Stop-Agency' als 'Rundum-Service' zu entwickeln, der alle Lebens- und Arbeitsbereiche abbildet – am besten in Zusammenarbeit mit den Migrantenvereinen. Wir können nicht verstehen, dass andere Städte wie Hamburg, Köln, Wuppertal oder auch Dresden da viel weiter sind.“

Jede Kommune muss dazu beitragen, dass die EU-Bewegungsfreiheit ein Erfolgsmodell bleibt. Auch Düsseldorf muss hierfür schnell die richtigen Maßnahmen entwickeln. Ansonsten entscheiden sich die Zuwanderergruppen für andere Städte oder sogar andere Länder, in denen sie sich mehr willkommen fühlen.