GRÜNE zur gestiegenen Armutsgefährdung in Düsseldorf
30. Aug 2013

Laut einer aktuellen Erhebung des Statistischen Bundesamtes ist der Anteil an armen und von Armut bedrohten Menschen im Zeitraum von 2005 bis 2012 unter anderem in Düsseldorf ganz besonders stark angestiegen.

„Seit 2005 ist die Wahrscheinlichkeit, in Düsseldorf von Armut betroffen zu sein, um 3,8 Prozentpunkte gestiegen. Mit einem Armutsrisiko von 17,6% ist nun mehr als jede/jeder Sechste armutsgefährdet. Dieser Entwicklung muss entgegengewirkt werden“, erklärt Susanne Ott, sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion heute (Freitag). Düsseldorf gehöre damit zu den am stärksten betroffenen Städten in ganz Deutschland. „Damit die Anzahl der von Armut gefährdeten Menschen in Düsseldorf wieder sinkt, muss vor allem etwas gegen die stark ansteigenden Mieten getan werden.

In vielen Stadtteilen müssen Mieter*innen mittlerweile bis zu 40 Prozent ihres Einkommens allein in die Miete investieren. Diese Problematik wird von der Stadtspitze offensichtlich immer noch nicht ausreichend ernst genommen."  Ott forderte den Oberbürgermeister darüber hinaus auf, sich gemeinsam mit seinen Kolleg*innen auf Bundesebene für einen flächendeckenden Mindestlohn und die Erhöhung der Grundsicherung einzusetzen.

Laut Ott sei auch die Wirtschaftsförderung der Stadt bei der Armutsproblematik gefragt. "Wir brauchen keine Wirtschaftsförderung, die ausschließlich das Wohl und Wehe von internationalen Firmen im Auge hat, sondern den Umbau zu einer kommunalen Arbeits- und Wirtschaftsförderung. Bei einer unverändert hohen Arbeitslosenquote halten wir nach wie vor den Ausbau der kommunalen Beschäftigungsförderung für unverzichtbar."

Im nächsten Sozialausschuss erwartet Ott eine ausführliche Stellungnahme der Verwaltung zur Armutsgefährdung in Düsseldorf.

 

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