GRÜNE: Aktive und wirksame kommunale Arbeitsmarktpolitik ist gefragt – für alle!
12. Sep 2013

Was ist los in der Landeshauptstadt bei der Eingliederung und beruflichen Förderung von Langzeitarbeitslosen oder schwer vermittelbaren Jugendlichen?

Susanne Ott, Ratsfrau und sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN in Düsseldorf kritisiert: „Seit kurzem häufen sich die Schließungen verschiedener Projekte zur Beschäftigungsförderung: im Juli mussten in der Graf-Recke-Stiftung bereits Bereiche in der praktischen Ausbildung von Jugendlichen geschlossen werden. Ende Oktober werden die letzten Bereiche aufgegeben und das Arbeitspädagogische Zentrum (APZ) erfährt nun das endgültige Aus. Und im Dezember dieses Jahres wird die Caritas ihre Fahrradwerkstatt aufgeben müssen. Welche derartigen Veränderungen stehen uns in der nächsten Zeit noch bevor?“

Für die massiven Kürzungen der Mittel für Beschäftigungsförderung ist die schwarz-gelbe Bundesregierung verantwortlich. Eine Entwicklung in Düsseldorf ist abzusehen gewesen, doch die Stadt unternehme viel zu wenig, um diesem Trend entgegenzusteuern.

„Bereits im Dezember 2012 haben wir in einem Antrag die Stadt aufgefordert, der drastischen Reduzierung der Bundesmittel durch eigenes Handeln und mit eigenen Mitteln zu begegnen. Die Integration benachteiligter Menschen in den Arbeitsmarkt wird in Düsseldorf zu wenig durch kommunale Beschäftigungsförderungsmaßnahmen unterstützt. Nun hoffen wir, dass sich die Stadt durch die aktuelle Entwicklung aufgefordert sieht, unseren Forderungen schließlich doch nachzukommen. Dieses Jahr werden sich die GRÜNEN in den Haushaltsberatungen erneut für eine aktive kommunale Arbeitsmarktpolitik
und perspektivisch für den Umbau zu einer kommunalen Arbeits- und Wirtschaftsförderung einsetzen."