Anfrage zu: Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie – Ausbildung in Teilzeit
09. Okt 2013

Herrn
Wolfgang Janetzki
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Janetzki,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 9. Oktober 2013 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie sieht die Situation von jungen Frauen und Männern bis 30 bezüglich Ausbildung und Familienarbeit (Elternpflichten bzw. Pflege von Familienangehörigen) in Düsseldorf aus (bitte aufgeschlüsselt nach der Anzahl der Personen mit und ohne Ausbildungsplatz verglichen mit Personen im selben Alter ohne Familienverantwortung und Anzahl der Personen mit Familienverantwortung, die eine Ausbildung abgebrochen haben (falls bekannt, bitte auch die Ursache darlegen))?

2. Welche besondere Unterstützung bekommen junge Frauen und Männer mit Familienverantwortung vom Jobcenter, vom Jugendamt oder anderen Institutionen, um eine Ausbildung absolvieren zu können und wie erfolgreich sind diese Maßnahmen?

3. Wie werden Betriebe geworben, beraten und unterstützt, um jungen Frauen und Männer eine Berufsausbildung in Teilzeit zu ermöglichen und bestehen bereits Angebote zur Ausbildung in Teilzeit innerhalb der Düsseldorfer Stadtverwaltung?

Sachdarstellung:
Die Zahl der jungen Menschen ohne Berufsabschluss in der Altersgruppe zwischen 20 bis 29 Jahren liegt laut den Berufsbildungsberichten 2012 und 2013 seit 2008 gleichbleibend bei rund 1,5 Millionen Menschen. Eine Berufsausbildung ist aber eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Einstieg in den Arbeitsmarkt und für eine Zukunft in finanzieller Unabhängigkeit.

Vor allem junge Frauen und Männer mit Familienverantwortung haben es aber oftmals besonders schwer, eine qualifizierte Berufsausbildung zu realisieren. Eine Ausbildung nicht anfangen zu können oder abbrechen zu müssen, hat fatale Folgen auf die Erwerbsbiographie junger Menschen.

Das Landesprogramm T.E.P. (Teilzeitberufsausbildung – Perspektiven Öffnen – Einstieg begleiten) des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt Menschen mit Familienverantwortung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Teilzeit und berät Unternehmen. In Düsseldorf wird das Programm von der Arbeiterwohlfahrt angeboten.

Von Interesse ist es, mit welchen Erfolgen das Landesprogramm T.E.P. in Düsseldorf bisher umgesetzt werden konnte, welche weiteren Projekte oder Maßnahmen in Düsseldorf es jungen Frauen und Männern ermöglichen, Berufsausbildung und Familienpflichten zu vereinbaren und ob die Düsseldorfer Stadtverwaltung ihrerseits Angebote von Ausbildung in Teilzeit vorhält.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Ott            Jürgen Kamenschek       Pegah Edalatian-Schahriari

Antworten der Verwaltung