Ausschuss für Gesundheit und Soziales - GRÜNE beantragen Personalstelle für "Charlottenstraße“
12. Nov 2013

Im morgigen Ausschuss für Gesundheit und Soziales werden die GRÜNEN beantragen, eine Personalstelle für eine Sozialarbeiterin im Bereich der Charlottenstraße zu finanzieren. Damit soll die Beratung der vor allem aus Südosteuropa stammenden Frauen, die dort als Prostituierte arbeiten, ausgebaut werden.

"In der Charlottenstraße herrschen Zwangsstrukturen. Die Frauen sind - auch weil die meisten kaum Deutsch sprechen und es sich zudem häufig um Analphabetinnen handelt  - sehr schlecht informiert. Dies betrifft beispielsweise Gesundheitsthemen aber auch Ausstiegsmöglichkeiten aus der Prostitution. Die ansässigen Hilfsorganisationen im Bereich der Charlottenstraße machen eine sehr gute Arbeit, aber zumeist zusätzlich zu ihrer klassischen Arbeit mit Drogenkranken und Trebegängerinnen. Sie sind längst an der Grenze ihrer Möglichkeiten und die Zahlen steigen. Daher beantragen wir die Finanzierung einer weiteren Personalstelle“, erläutert Jürgen Kamenschek, GRÜNES Mitglied im Ausschuss, der die Problematik auch aus seiner Arbeit als Bezirksvertreter im Stadtbezirk 1 sehr gut kennt.

Susanne Ott, sozialpolitische Sprecherin der GRÜNEN ergänzt: "Im September haben wir eine Anfrage zum Thema gestellt, die von der Verwaltung detailliert beantwortet wurde. Die Stadt selbst und auch die Fachstellen tun hier bereits ihr bestes, aber die personellen und finanziellen Möglichkeiten reichen aufgrund der aktuellen und zu erwartenden Entwicklung nicht aus. Bei der Problematik der Frauen auf der Charlottenstraße handelt es sich um ein Menschenrechtsthema, das nur mit zusätzlicher Unterstützung in Angriff genommen werden kann.“

Für Rückfragen steht zur Verfügung: Jürgen Kamenschek 0179 / 60 86 008

Anlagen:
Haushaltsantrag zu Förderung einer Personalstelle Streetwork / Beratung für Prostituierte im Bereich Charlottenstraße
Anfrage zu bulgarischen und rumänischen Prostituierte im Bereich Charlottenstraße