Anfrage von Edalatian-Schahriari: Bakteriologische Trinkwasseruntersuchungen in Düsseldorfer Krankenhäusern und Altenheimen
22. Jan 2014

Herrn
Wolfgang Janetzki
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Janetzki,

hiermit bitte ich Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 22. Januar 2014 zu nehmen und durch die Verwaltung beantworten zu lassen:

1. Wie viele bakteriologische Trinkwasseruntersuchungen fanden in 2013 in Düsseldorfer Krankenhäusern und Altenheimen statt, und inwieweit entspricht die Anzahl der Analysen den Mindestanforderungen der Trinkwasserverordnung bzw. weicht aus welchen Gründen davon ab?

2. In welchem Umfang wurden 2013 in Düsseldorfer Altenheimen und Krankenhäusern erhöhte bakterielle Belastungen des Trinkwassers festgestellt und welche Konsequenzen hatte dies gegebenenfalls?

3. Wie beurteilt die Verwaltung die Gefährdung, die in Krankenhäusern und Altenheimen von dem im Kaltwasser vorkommenden Bakterium Pseudomonas aeruginosa  ausgeht und welche Vorkehrungen trifft das Gesundheitsamt speziell gegen diesen Keim im Trinkwasser, der auch zu den multiresistenten sogenannten Krankenhauskeimen zählt?

Sachdarstellung:
Die steigende Gefährdung insbesondere von Menschen mit geschwächtem Immunsystem in Krankenhäusern und Altenheimen durch multiresistente Keime ist bekannt. Auch im Trinkwasser (Kaltwasser) kommen diese Keime vor, so der Pseudomonas aeruginosa: „Dieses früher auch als Nass- und Pfützenkeim bezeichnete Bakterium ist ein fakultativer Krankheitserreger, der über das Trinkwasser vor allem bei der Körperpflege stark immuneingeschränkter Personen und durch indirekte Kontamination kritischer medizinischer Bereiche zu zum Teil schweren Infektionen führen kann. Damit kommt diesem Bakterium, das sich im Leitungsnetz auch bei Kaltwassertemperaturen weiter vermehren kann, eine besondere klinische Bedeutung zu.“
(Quelle: www.ak-wasserhygiene.de/Status_Quo/pseudomonaden.php)

Im Haushalt des Gesundheitsamtes für 2014 wurden die Mittel für „Untersuchungen von Trink- und Badewasser“ erheblich gekürzt, und dass, obwohl seit dem 01.01.2014 aufgrund gesetzlicher Vorgaben vermutlich mehr Untersuchungen auf Blei im Trinkwasser durchzuführen sind. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund bitte ich um Aufklärung,  ob in Düsseldorfer Krankenhäusern und Altenheimen ausreichend Trinkwasseruntersuchungen durchgeführt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Pegah Edalatian-Schahriari

Antworten der Verwaltung