Haushaltsantrag mit SPD, FDP zu: Einrichtung Haushaltsstelle für die Psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen
05. Nov 2014

Herrn
Olaf Lehne   
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Lehne,

die Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 5. November 2014 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der  Ausschuss für Gesundheit und Soziales beschließt, eine Haushaltsstelle für die Psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen einzurichten.

Produkt: 41 414 01
Konto: neu
Ansatz 2014: 0,- Euro
Ansatz 2015: 44.000,- Euro
Erhöhung: 44.000,- Euro
Fortschreibung bis: 2017.

Sachdarstellung 
Das Psychosoziale Zentrum Düsseldorf leistet die psycho- und insbesondere traumatherapeutische Versorgung von Flüchtlingen für Düsseldorf und Umgebung. Im Jahr 2013 versorgte das Psychosoziale Zentrum Düsseldorf 416 Klient*innen aus 52 Herkunftsländern. Bisher finanzierte sich die Einrichtung aus verschiedenen Zuschussmitteln und über Spenden. Dies wird zukünftig so nicht mehr möglich sein.

Einerseits kommen immer mehr Flüchtlinge, viele von ihnen schwer traumatisiert, die der Behandlung bedürfen. Aufgrund der langen Wartezeiten von bis zu einem Jahr verschlimmern sich deren Erkrankungen. Andererseits werden Mittel wegbrechen, aus denen sich das PSZ bisher finanziert hat.

So ab 2015 die Zuwendungen vom Diakonischen Werk Rheinland und der Evangelischen Landeskirche und ab 2016 / 2017 die Mittel aus dem UN Fonds für Folteropfer, wo neue Richtlinien zukünftig jeweils nach zehn Jahren eine dreijährige Finanzierungspause vorsehen.

Andere Städte unterstützen diese wichtige Arbeit schon seit langem, z. B. die Stadt München mit 600.000,- Euro. Wir wollen uns als Stadt hier stärker als bisher engagieren und finanzieren für drei Jahre eine Psychotherapeut*innenstelle im Psychosozialen Zentrum.

Mit freundlichen Grüßen

Klaudia Zepuntke        Angela Hebeler        Rainer Matheisen