Haushaltsantrag mit SPD und FDP: Quartiersmanagement in Düsseldorf
04. Dez 2014

An
Oberbürgermeister
Thomas Geisel  

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

im Namen der Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bitten wir Sie, folgenden Änderungsantrag zum Haushaltsplanentwurf 2015 auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 04. Dezember zu nehmen und abstimmen zu lassen:

Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, auf Basis der sozialräumlichen Gliederung und der aktuellen demographischen Entwicklung ein Konzept für „Quartiersmanagement in Düsseldorf“ zu erarbeiten und bis Mitte des Jahres dem Rat zur Beratung vorzulegen.

Zur Erarbeitung des Konzeptes werden 50.000,- Euro in einer neuen Haushaltstelle „Quartiersmanagement“  zur Verfügung gestellt.  Weitere 175.000,- Euro zur Umsetzung erster Schritte werden mit Sperrvermerk eingestellt.


Sachdarstellung
Die Ratsfraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP möchten die soziale Arbeit in Düsseldorf stärker an den jeweiligen Bedürfnissen der Menschen in den Stadtteilen und Sozialräumen ausrichten. Ziel ist es, eine soziale Mischung in den Quartieren zu erhalten, einer Armutsverfestigung vorzubeugen, Gesundheitsprävention zu betreiben, die gesellschaftliche Integration zu befördern, die Bildungspartizipation zu verbessern und eine eigenständige Lebensführung im Alter zu unterstützen.

Ein Quartiersmanagement kann dazu beitragen, die Verantwortung der Bewohner*innen für ihren Stadtteil zu stärken und sie aktivieren, zu seiner Weiterentwicklung beizutragen. Das Bürgerschaftliche Engagement und die Vernetzung der Stadtteilakteur*innen sind hierbei besonders zu unterstützen. Vorhandene Strukturen sollten genutzt und die Gründung von Stadtteilpartnerschaften und -vereinen gefördert werden.

Dabei brauchen die Bewohner*innen verlässliche Ansprechpartner*innen, die für die einzelnen Stadtteile und Sozialräume zuständig sind. Diese moderieren Arbeitsgruppen, Workshops, Foren, etc. und schaffen Verbindungen zu den Einrichtungen vor Ort. Ihre Kernaufgabe liegt in der Aktivierung der Menschen für ihren Stadtteil.

Weitere Begründung erfolgt gegebenenfalls mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Raub       Angela Hebeler        Norbert Czerwinski       Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann