Antrag mit SPD, FDP: Umsetzung Handlungskonzept zu Asylbewerber*innen und Flüchtlingen: Sprach- und Kulturmittler*innen
15. Jun 2016

Herr
Olaf Lehne
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Soziales

Sehr geehrter Herr Lehne,

die Fraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 15.06.2016 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales beschließt, aus dem Profitcenter 31 351 02 – Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, Konto Produkt 53180000 – Zuwendungen für laufende Zwecke an übrige Bereiche – Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 40.000 Euro für eine Laufzeit von einem Jahr für folgende Angebote zur Verfügung zu stellen:

- 20.000 Euro für den im vergangenen Jahr eingerichteten Honorarfonds für Sprach- und Kulturmittler*innen

- 20.000 Euro für die Erstellung und Umsetzung eines Konzeptes zur Einrichtung eines Pools von Sprach- und Kulturmittler*innen und eines Online Buchungsportals, das ab dem Jahr 2017 zur Verfügung stehen soll.

Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales leitet den Beschluss an den Integrationsrat weiter.

Sachdarstellung
Menschen mit Migrationshintergrund benötigen für Besuche bei Behörden oder Ärzt*innen und Therapeut*innen häufig qualifizierte Sprach- und Kulturmittler*innen. Der Bedarf ist aufgrund der wachsenden Zahl von Asylsuchenden und Geflüchteten in den letzten Jahren stetig angestiegen.

Im Dezember 2015 hat die Renatec Gesellschaft der Diakonie bereits den vierten Ausbildungsgang zum "Sprach- und Integrationsmittler", basierend auf dem Wuppertaler Konzept, mit 25 Plätzen begonnen.

Um die Mittel ab dem Jahr 2017 einem möglichst großen Kreis an Nutzerinnen und Nutzern unbürokratisch zur Verfügung stellen zu können, soll – gegebenenfalls im Rahmen einer Honorarstelle – ein Konzept zur Einrichtung eines Sprach- und Kulturmittler*innenpools erstellt und ein Online-Buchungssystem aufgebaut werden. Dieses soll sich an dem bereits etablierten System in Wuppertal orientieren.

Mit freundlichen Grüßen

Klaudia Zepuntke              Angela Hebeler           Rainer Matheisen