Anfrage zu: Beschäftigte ohne deutsche Staatsangehörigkeit
16. Mai 2013

Herrn
Harald Wachter
Vorsitzender des Personal- und Organisationsausschusses

Sehr geehrter Herr Wachter,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 16. Mai 2013 zu nehmen, durch die Verwaltung beantworten zu lassen und dem Integrationsausschuss zur Kenntnis zu geben:

1. Wie verteilen sich die Beschäftigten ohne deutsche Staatsangehörigkeit auf die einzelnen Ämter?

2. Welche Maßnahmen ergreift oder plant die Verwaltung, um die Zahl der Beschäftigten mit Migrationshintergrund zu steigern?

Sachdarstellung:
2012 waren im Schnitt 3,57 Prozent der Beschäftigten Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Dabei wurden auch Beschäftigte mitgezählt, deren Personalkosten außerhalb des städtischen Haushaltes veranschlagt werden (Stadtbetrieb Zentrale Dienste und Stadtentwässerungsbetrieb) oder deren Personalkosten von Dritten erstattet werden (s. a. Vorlage 11/ 3/2013 „Statistik über die Beschäftigten der Stadtverwaltung Düsseldorf“).

In der Gesamtbevölkerung Düsseldorfs sieht dies anders aus: am 31.12.2010 waren 35,3 Prozent der Bürger*innen unserer Stadt Menschen mit Migrationshintergrund, 18,6 Prozent hatten einen ausländischen Pass.

Im Gesamtstädtischen Integrationskonzept aus dem Jahr 2005 heisst es u. a.: „Die Stadt Düsseldorf wird ihr bestehendes Leitbild unter Integrationsgesichtspunkten fortschreiben. (…) Sie wird die interkulturelle Öffnung der Verwaltung unterstützen und die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern.“

Dass dies bislang gelungen ist, darf bezweifelt werden. Die Zahl der Beschäftigten ohne deutsche Staatsangehörigkeit ist von 401 in 2009 auf 383 in 2012 gesunken.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Karen-Jungen        Jens Petring            Dr. Wolf Jenkner

Antworten der Verwaltung