Geplante Einsparungen im Jugendbereich - GRÜNE: Ist das der Anfang von weiteren Kürzungen?
27. Aug 2012

Nachdem die Presse bereits darüber berichtete, dass zum Haushalt 2013 die Schließung von verschiedenen Jugendfreizeitstätten geplant ist, scheint sich jetzt zu bestätigen: weitaus mehr Einsparungen im Jugendbereich sind angedacht. Die NRZ berichtete am Wochenende über eine 10-Punkte-Liste mit Kürzungen im Bereich des Jugendamtes wie zum Beispiel bei den ambulanten Hilfen zur Erziehung, der Jugendberufshilfe und Jugendgerichtshilfe.

„Einsparungen in diesen Bereichen sind unverantwortliche Einschnitte in immens wichtigen Aufgabenfeldern der Jugendhilfe. Hier soll kurzfristig gespart werden, aber mittelfristig wird sich die Stadt mit den weitaus höheren Folgekosten dann in einigen Jahren beschäftigen müssen - von den persönlichen Konsequenzen auf die Biographien unserer jüngeren und jüngsten MitbürgerInnen mal ganz abgesehen“, kritisiert Jens Petring, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion heute (27.08.2012).

Der Spardruck, der seitens der Verwaltung und auch der schwarz-gelben Ratsmehrheit aufgebaut werde, verwundere insbesondere vor dem Hintergrund bundesweit sprudelnder Steuereinnahmen und Gewinnmeldungen ortsansässiger Unternehmen wie E.ON, ergänzt Fraktionschef Norbert Czerwinski: „Meiner Meinung nach haben wir kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabeproblem bei den schwarz-gelben Lieblingsprojekten wie dem Kö-Bogen, deren Kosten uns über den Kopf zu wachsen drohen.“

Zudem stelle sich die Frage, in welchen sensiblen Bereichen die Stadt zusätzliche Kürzungen plant. „Hier soll die Politik offensichtlich möglichst lange rausgehalten werden. Das ist schlechter politischer Stil. Und da alle Ressorts der Stadt zu Einsparungen aufgefordert wurden, sehen wir mit Besorgnis weiteren „Geheimpapieren“ für den Sozial- und Schulbereich entgegen“, schließt Czerwinski.