Anfrage zu: Perspektiven in der Kindertagespflege
22. Jan 2013

An
Ratsfrau Claudia Bednarski
Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern

Sehr geehrte Frau Bednarski,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ausschusssitzung am 22. Januar 2013 zu nehmen, durch die Verwaltung beantworten zu lassen und dem Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis zu geben:

1. Wie hat sich die Situation in der Kindertagespflege (Anzahl der betreuten Kinder und Anzahl der betreuenden Tagesmütter bzw. -väter) in 2012 im Vergleich zu 2011 entwickelt?

2. Wie schätzt die Verwaltung den weiteren Bedarf an Kindertagespflegepersonen im Verhältnis zum weiteren Ausbau institutioneller Kinderbetreuung ein?

3. Unter welchen Voraussetzungen und mit welcher beruflichen Qualifikation können Tagesmütter bzw. -väter als Erzieherin bzw. Erzieher in eine Einrichtung wechseln, welche Qualifizierungsangebote stehen Kindertagespflegepersonen zur Verfügung?

Sachdarstellung:
Ein Teil der Eltern, die für die Betreuung ihrer kleinen Kinder eine Tagesmutter bzw. einen Tagesvater wählen, tun dies, weil sie ihr Kind in einer Kleinstgruppe betreut wissen wollen und / oder weil die Betreuungszeiten flexibler gestaltet werden können.

Für eine andere Elterngruppe ist die Betreuung in der Kindertagespflege vorläufig und sie wechseln, sobald sie einen Platz in einer Einrichtung erhalten. Das heißt, dass vorrausichtlich durch den Ausbau der Kindertagesstätten perspektivisch weniger Tagespflegepersonen benötigt werden. 

Des Weiteren forciert die Stadt Düsseldorf die Großtagespflege, in der fünf bis neun Kinder von zwei Fachkräften betreut werden. Dadurch ergibt sich eine andere BetreuerInnen-Kind-Relation und damit eine sinkende Zahl der Tagespflegepersonen.

Für diejenigen, die weiterhin im selben Berufsfeld tätig sein möchten, könnte eine Anstellung als Erzieherin bzw. Erzieher wünschenswert sein.

Mit freundlichen Grüßen

Angela Hebeler            Birgit Müller                Karin Trepke

Antworten der Verwaltung (Jugenamt)
Antworten der Verwaltung