Stichtag Rechtsanspruch und Betreuungsgeld - GRÜNE: familienpolitische Angebote im Widerspruch
31. Jul 2013

Morgen, am 01. August 2013, starten in Deutschland zwei familienpolitische Angebote, die sich um die Betreuung von Kindern unter drei Jahren drehen. Zum einen haben Eltern dann einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für ihre Kinder ab einem Jahr, zum anderen können Eltern das Betreuungsgeld dafür beantragen, dass sie genau diesen Anspruch nicht geltend machen und ihre Kinder zu Hause betreuen.

"Für viele Eltern lässt sich keine klare Linie in der derzeitigen Familienpolitik erkennen, ein Ausbau der U3-Betreuung in Kindertageseinrichtungen wird forciert – und gleichzeitig die Betreuung zu Hause finanziell belohnt“ erläutert Jens Petring, GRÜNES Mitglied im Jugendhilfeausschuss. „Statt dieser unklaren Haltung sollten die gleichen Bildungs- und Zukunftschancen für alle Kindern geschaffen werden und daher in ein flächendeckendes und gutes Betreuungsangebot für Kleinkinder investiert werden.“

Nachfragen hätten gezeigt, dass pädagogische Fachkräfte dem Betreuungsgeld ablehnend gegenüber stehen, da viele Kinder nur in Kindertageseinrichtungen den dringend nötigen und professionellen Förderbedarf erhalten können. Noch offen sei auch die Höhe des Verwaltungsaufwands und der daraus entstehenden Kosten, die durch das Betreuungsgeld auf die Kommunen zukommen. „Die für Düsseldorf erwarteten Kosten möchten wir gerne erfahren und werden daher in der Septembersitzung des Jugendhilfeausschusses eine diesbezügliche Anfrage stellen“, informiert Petring abschließend.

Anlage:
Anfrage zu: Verwaltungsaufwand für die technische Umsetzung des neuen Betreuungsgeldes