Kulturpolitik nach Gutsherren-Art - GRÜNE: Oper Duisburg von OB und Bürgermeister schon abgeschrieben
10. Mai 2012

Die Ratsgrünen werfen Oberbürgermeister Elbers und Bürgermeister Conzen vor, dass sie in Sachen Opernkooperation „neue Fakten schaffen wollen, ohne die Beteiligten in Duisburg und Düsseldorf einzubeziehen“.

Ratsfrau Clara Deilmann erklärte dazu heute (10.05.2012): „Die Signale in Richtung Köln, die der Oberbürgermeister sendet, sind kontraproduktiv für alle Bemühungen, die erfolgreiche Kooperation mit Duisburg vor dem Hintergrund einer angespannten finanziellen Situation weiter fortzuführen. Das ist Kulturpolitik nach Gutsherren-Art, die die Fraktionen von CDU und FDP jetzt auch noch mit einem Ratsantrag unterstützen wollen.“

Deilmann bezieht sich hier auf Aussagen von Bürgermeister Conzen. Der habe gegenüber der Presse angekündigt, bereits in der Sitzung im Mai die Verwaltung zu beauftragen, nach anderen Partnern für die Oper zu suchen. „Offensichtlich haben nicht nur OB und Bürgermeister die Kooperation mit Duisburg bereits abgeschrieben, sondern auch die Fraktionen von CDU und FDP. Wenn man die Wahlkampftiraden der CDU gegen die Ruhrgebietsstädte in den letzten Tagen lesen musste, die auch Herr Conzen als Fraktionsvorsitzender mit unterzeichnet hat, verwundert das nicht. Allerdings ist das Vorgehen ein Affront gegen die aktuell über Zehntausend Unterzeichner und Unterzeichnerinnen der Petition für den Erhalt der Opernehe mit Duisburg“, so Deilmann.

Darüber hinaus sei es auch eine Missachtung des Votums im Aufsichtsrat und der Verabredung im Kulturausschuss: „Wir planen eine gemeinsame Sitzung der Kulturausschüsse in Duisburg am 05. Juni. Da wollen wir besprechen, wie wir die Kooperation weiterführen können. Mit einem Düsseldorfer Kulturausschuss-Vorsitzenden, der schon nach anderen Kooperationspartnern schielt, sind diese Gespräche doch bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt.“