GRÜNE zur angekündigten Untersuchung der Kulturinstitute: Welches Konzept hat Bürgermeister Conzen?
19. Okt 2012

Die Ratsgrünen äußern heute (Freitag) Kritik an der Rolle von Bürgermeister Conzen im Rahmen der "vom OB über die Kulturinstitute gezogenen Wirtschaftlichkeitsdebatte". Fraktionssprecher Norbert Czerwinski erklärte dazu: "Beim Museum Kunstpalast haben wir das finanzielle Missverhältnis seit längerem kritisiert. Das MKP jetzt aber als Alibi zu benutzen, um in einer unsachgemäßen Weise im Bereich Kultur Einsparungen vorzunehmen, nährt den Verdacht, dass es hier nicht mehr um Effizienzsteigerung zur Qualitätssicherung geht. Es soll schlicht Geld rausgeholt werden, um die immer größer werdende Lücke im Haushalt zu schließen, die durch die verfehlte Finanzpolitik der letzten Jahre entstanden ist."

Czerwinski fragt sich in diesem Zusammenhang, was Bürgermeister Conzen, der als einziger Politiker sowohl im Kuratorium als auch im Arbeitsausschuss des Museums vertreten ist, eigentlich all die Jahre in diesen Gremien gemacht habe: "Hier stellt sich auch die Frage nach der politischen Verantwortung." Czerwinski weist auf weitere, dringend zu klärende Punkte in Sachen MKP hin: "Was ist mit dem Wirtschaftsplan für 2013, warum lässt das Sanierungsgutachten zu den zahlreichen Baustellen im Haus weiter auf sich warten, warum werden Auseinandersetzungen um Restitutionsbegehren ausgesessen?"

Als "völlig intransparent und komplett inakzeptabel" bezeichnete Czerwinski die Tatsache, dass das Gutachten von Boston Consulting weder den Kuratoriumsmitgliedern noch dem Kulturausschuss zur Verfügung gestellt werde: "Wenn in dieser Art und Weise weitere Untersuchungen in den einzelnen Instituten vorgenommen werden, wie jetzt aktuell für die Oper angekündigt, ist eine politische Bewertung quasi unterbunden da fragt man sich ernsthaft, ob das vielleicht auch so gewollt ist", so Czerwinski weiter.

Der GRÜNEN-Fraktionssprecher erinnerte daran, dass die Düsseldorfer Oper aufgrund steigender Personalkosten und der schwierigen Verhandlungen mit dem Partnerhaus in Duisburg vor großen Herausforderungen stünde. "Dies alles wird allerdings nach meinen Informationen im Haus auch konsequent und mit viel Sachverstand angegangen. Wenn der Kulturausschuss-Vorsitzende Conzen jetzt auch noch externe Unternehmensberater schicken will, ist das ein Misstrauensvotum gegen die Verantwortlichen, die im Vergleich mit anderen Opernhäusern glänzend aufgestellt sind. Mir stellt sich die Frage, welches Konzept Herr Conzen für die Kultur in Düsseldorf verfolgt."

 

Für Rücksprachen steht zur Verfügung:

Miriam Koch, Fraktionsgeschäftsführerin