Intendantensuche im Düsseldorfer Schauspielhaus – GRÜNE: Welche Rolle spielt der OB bei diesem Schauspiel?
25. Jan 2013

Erneut reagieren die GRÜNEN verwundert auf die aktuellen Entwicklungen im Düsseldorfer Schauspielhaus anlässlich der im vergangenen Aufsichtsrat eingerichteten Findungskommission für eine neue Intendanz. Erst im November des letzten Jahres hatte der Schwede Staffan Valdemar Holm (54) sein Amt als Intendant des Schauspielhauses niedergelegt – wie es hieß ‚aus gesundheitlichen Gründen’.

Die Presse lässt verlauten, dass das neue Gremium aus Theaterfachleuten aus ganz Deutschland zusammengezogen wird, um ihr spezialisiertes Theaterwissen zur Verfügung zu stellen und dass zudem VertreterInnen des Kulturministeriums Nordrhein-Westfalen und der Stadt Düsseldorf mitarbeiten. So weit, so geläufig.

Doch bei dieser neu zu besetzenden Stelle handelt es sich in der Tat um eine schwierige Position: Die Auslastung ist im Keller, jahrelange Bauprobleme und die Zuschüsse stagnieren. Das Schauspielhaus hat es schwer in Düsseldorf. Das ist in der landesweiten Theaterszene durchaus bekannt. All dies findet in Düsseldorfs Medien und bei OB Elbers jedoch kaum Widerhall und somit wird die Chance auf eine reflektierte, verbesserte und daher erfolgreiche Zukunft des renommierten Theaters boykottiert.

„Zusammenfassend sind aus Sicht der Ratsgrünen beim Schauspielhaus aktuell zwei Aspekte kritisch: Zum einen muss sich der OB fragen, ob sich eine moderne, frei denkende, starke und mutige Intendanz gerne von PR-Verantwortlichen der Stadt casten lässt, wo zumindest bei Holm das Verhältnis zur Stadtspitze schwierig schien. Zum anderen ist eine selbstkritische Rückschau notwendig, in der man fragt ‚Mit welchen Schwierigkeiten musste sich die letzte Intendanz auseinander setzen?’“, resümiert Clara Deilmann, Mitglied im Kulturausschuss der GRÜNEN Ratsfraktion heute (25.01.2013)