Antrag zu: „Kunst im Öffentlichen Raum“ bei Neuordnung und Gestaltung der Schadowstraße
04. Jul 2013

Herrn
Bürgermeister Conzen
Vorsitzender des Kulturausschusses

Sehr geehrter Bürgermeister Conzen,

die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 04. Juli 2013 zu nehmen und abstimmen zu lassen:

Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen der Neuordnung und Gestaltung der Schadowstraße dort mehrere Flächen für Kunstobjekte bzw. Kunstinstallationen zur Verfügung zu stellen. Mit einer öffentlichen Ausschreibung sollen Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit erhalten, Vorschläge für die Gestaltung dieser Orte einreichen zu können. Die Verwaltung soll hierfür ein Verfahren entwickeln, das auch für die künftige Ausgestaltung des öffentlichen Raums mit Kunst angewandt werden kann. Folgende Punkte sollten dabei berücksichtigt werden:

Flächeneigenschaften
Die festgelegten Flächen/Räume sollen auch für wechselnde Kunst-Installationen/-Projekte geeignet sein.

Transparenz/Kooperation
In das Verfahren sollen z. B. Kunstakademie, Museum Kunstpalast, Kulturamt, Beirat für bildende Kunst, Kunsthalle etc. einbezogen werden. Über den Fortlauf des Verfahrens wird der Kulturausschuss regelmäßig in öffentlicher Sitzung informiert.

Realisierbarkeit
Zwischen allen Beteiligten müssen die Kunstprojekte auf ihre städtebaulichen und ästhetischen Auswirkungen hin geprüft, die Realisierbarkeit von Vorhaben (Statik, Sicherheit, Haltbarkeit, etc.) ggf. von der Bauverwaltung eruiert werden.

Ausschreibung/Koordinierung
Innerhalb des Kulturamtes oder des Beirates für bildende Kunst wird eine Koordinierungsstelle „Kunst im öffentlichen Raum“ installiert, die als alleinige Anlaufstelle für freie oder private Träger/Personen Beratung und Beantragung ermöglicht.

Sachdarstellung:
Das hier modellhaft für die Schadowstraße vorgeschlagene Verfahren sollte so entwickelt werden, dass es künftig allgemein für die Bereitstellung von öffentlichen Flächen angewendet werden kann. Dabei ist durchaus denkbar, dass der Beirat für bildende Kunst hier eine beratende Rolle erhält und als Jury für eingereichte Vorschläge fungiert.

Im Änderungsantrag der Ratsfraktionen von CDU und FDP in der Ratssitzung vom 06. Juni 2013 zu „Neuordnung und Gestaltung der Schadowstraße“ heißt es unter Spiegelstrich 5. „Auf der Fläche von der Berliner Allee bis zur Bleichstraße ist, wie auch in dem Bereich der Straßenaufweitung vor dem Karstadt-Gebäude, die Installation von Kunstobjekten wünschenswert.“

Insofern gehen wir davon aus, dass auch CDU und FDP sich unserem Vorschlag anschließen können.

Weitere Begründung erfolgt ggf. in der Sitzung.

Mit freundlichen Grüßen

Clara Deilmann             Marit von Ahlefeld             Karin Trepke

 

 

Weblinks / Weiterführende Informationen (20.06.2013):
Änderungsantrag Ratssitzung 06. Juni 2013 der Ratsfraktionen von CDU und FDP: Neuordnung und Gestaltung der Schadowstraße
www.duesseldorf.de/ratsinfo/duesseldorf/54827/Vm9ybGFnZW5kb2t1bWVudF8oT2UpLTAxLTE0NC4yMDEz/14/n/196885.doc


Website Martin Seidel, Dr. phil. und Dipl. Kulturmanager / VWA Kunsthistoriker, Kunst- und Architekturpublizist, Kunstkritiker
kunstundarchitektur.wordpress.com/kunst-am-bau-prozentkunst/