Quadriennale - man hört nichts!
28. Aug 2008

Die Quadriennale - das große kulturpolitische Ereignis in der Stadt -, soll bereits im Jahr 2010 veranstaltet werden, die Vorbereitungen laufen sicherlich auf Hochdruck - nur die Politik, die über die Finanzierung im Einzelnen entscheiden muss, erfährt nichts. Deshalb haben wir im Kulturausschuss am 11. September folgenden Antrag gestellt: Antrag zur Sitzung des Ausschusses am 11. September 2008
hier: Quadriennale 2010

Sehr geehrte/r Herr Conzen,

die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung am 11. September 2008 zu nehmen und zur Abstimmung zu bringen:

Der Kulturausschuss fordert die Verwaltung auf, in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses detailliert über den Stand der Planungen für die Quadriennale 2010 zu berichten und ggf. Beschlussvorlagen vorzulegen. Der Kulturausschuss erwartet hierbei Details bzw. Beschlussvorlagen zu folgenden Bereichen:
• Überlegungen zu Titel bzw. Motto der Quadriennale
• Geplante Ausstellungen
• beteiligte Akteure und Akteurinnen
• Stand der Vertragsabschlüsse
• Stand der Umfirmierung einer GmbH
• Kostenrahmen und -planung

Sachdarstellung:

In der Sitzung des Kulturausschusses am 18. August 2007 hatte die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen nach dem Stand der Planungen zu Quadriennale 2010 gefragt. Seitens der Verwaltung wurde mitgeteilt, dass die „Leiter von K20 und K21, Stiftung museum kunst palast, Kunsthalle und Kunstverein mehrfach zusammen mit dem Kulturdezernenten und dem Referenten für Kultur im Büro des Oberbürgermeisters getagt und erste Gedanken für ein Konzept der Quadriennale 2010 erarbeitet (haben).“ Auch ein Oberthema sollte gefunden werden. Außerdem zeichne sich ab, dass hochkarätige Ausstellungen gezeigt werden könnten. Dies war vor nunmehr einem Jahr.
In der Sitzung des Kulturausschusses am 21. Februar 2008 wurde eine Beschlussvorlage zur Umfirmierung und Zweckänderung der Kulturmarketingbetriebs GmbH vorgelegt, die aber so viele Fragen aufwarf, dass der Ausschuss sich nicht in der Lage sah, die Vorlage zu verabschieden. Erste Fragen seitens der SPD-Mitglieder im Ausschuss wurden beantwortet, ein Schreiben der SPD-Fraktion vom 2. April 2008, das weitere Fragen beinhaltete, blieb unseres Wissens bis heute ohne Antwort. Seitdem wurde der Ausschuss nicht mehr mit der Quadriennale befasst.

Um zu vermeiden, dass die Mitglieder des Kulturausschusses vor Beschlussfassung Details zur Quadriennale über die Presse erfahren und so vor vollendete Tatsachen gestellt werden, halten wir die umfangreiche Information des Ausschusses sowie eine Beschlussfassung für geboten.

Weitere Begründung erfolgt mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Toni Mörger