Regionale Zusammenarbeit
04. Nov 2011

Vertreterinnen und Vertreter der grünen Fraktionen des Kreises Mettmann, des Rhein-Kreises Neuss und der Landeshauptstadt Düsseldorf trafen sich am gestrigen Donnerstag im Kreishaus Mettmann zu Beratungen über die regionale Zusammenarbeit. Hintergrund ist die Bildung der „Regionalen Arbeitsgemeinschaft  der Stadt Düsseldorf, des Kreises Mettmann und des Rhein-Kreises Neuss“. Diese war von den Bürgermeister und Landräten vereinbart worden und wird zurzeit in den politischen Gremien beraten.

Susanne Stephan-Gellrich von der grünen Kreistagsfraktion in Neuss: „Wir begrüßen diese neue Ebene der regionalen Zusammenarbeit. Sie ergänzt die bestehenden Kooperationen z. B. des Rhein-Kreises Neuss mit der Metropolregion Köln-Bonn oder des Kreises Mettmann mit den bergischen Großstädten. Sie bietet die Möglichkeit, dass der Raum Neuss-Düsseldorf-Mettmann gemeinsame Interessen formuliert und wahrnimmt und eine eigene, konzertierte  Stimme innerhalb der Metropolregion Rheinland erhält. Das wird auch höchste Zeit, andere Kooperationsräume sind schon längst weiter.“

Bernhard Ibold von der grünen Kreistagsfraktion Mettmann ergänzt: „Regionale Zusammenarbeit darf nicht bei der Zusammenkunft der Bürgermeister stehenbleiben. Es ist gut, dass Facharbeitsgruppen konkrete Projekte und Maßnahmen erarbeiten. Das darf aber nicht dazu führen, dass die Kreistage und Stadträte vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Deshalb begrüßen wir die Einrichtung eines „Interkommunalen Ausschusses“, in dem VertreterInnen der Kreistage und Stadträte mitwirken. Wir werden die Arbeit ernst nehmen und auf die notwendige Transparenz und rechtzeitige Rückkopplung zur Kreis- und Stadtebene achten.“

Der Düsseldorfer Fraktionssprecher Norbert Czerwinski: „Ein dichter Verflechtungsraum wie unserer steht vor gemeinsamen Herausforderungen: die Pendlerproblematik macht an Stadtgrenzen nicht halt und erfordert gemeinsames, abgestimmtes Handeln. Davon kann bislang leider keine Rede sein. Aber es bieten sich auch gute Chancen: Unsere hervorragenden Kulturangebote können wir besser sichern und ausbauen, wenn wir uns auch als Kulturregion begreifen. Als Grüne vermissen wir im Arbeitsprogramm bislang noch weitere Themen, wie Umwelt oder Bildung. Hier werden wir Anregungen einbringen.“

Die Grünen vereinbarten einen regelmäßigen Austausch und Vernetzung, um den Prozess zu begleiten.