GRÜNE: Kunstförderung in den Blick nehmen - DIE GROSSE Kunstausstellung NRW – Kunstankauf der Stadt Düsseldorf
22. Feb 2012

Kunst hat in Düsseldorf ihren wichtigen Stellenwert bereits seit dem 18. Jahrhundert. Zudem galt die Stadt durch eine Hochphase der Kunstakademie in den 60er und 70er Jahren als internationales Kunstzentrum und war damit ähnlich einflussreich wie die New Yorker Kunstszene. Somit ist es selbstverständlich, dass sich Düsseldorf auch heute noch mit einem Etat für Kunstankäufe ausstattet, die jährlich in einer nichtöffentlichen Kulturausschuss-Sitzung beraten werden. Am kommenden Freitag ist es wieder soweit. Im Museum Kunstpalast werden – anhand einer Vorschlagsliste der wichtigsten Kulturinstitute der Stadt – die Ankäufe aus DER GROSSEN Kunstausstellung NRW verhandelt.

Die Ratsgrünen empfehlen für diese Sondersitzung dem Kulturausschuss, die vorgelegten Ankaufsvorschläge sowie die Auswahlkriterien der Fachleute unter dem Gesichtpunkt einer Neuausrichtung hin zu mehr Kunstförderung zu hinterfragen. Ratsfrau Marit von Ahlefeld, stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses, erklärte hierzu heute (22.02.2012): „Wir wünschen uns bei der Ankaufspolitik, dass die Stadt verstärkt nicht etablierte KünstlerInnen auswählt und deren Kunstwerke ankauft. Auch im vergangenen Jahr wurde der Fokus fast vollständig auf die Kunstwerke etablierter Künstler gelegt. Das zeigt wenig Mut und konzentriert sich eben zu sehr auf Bewährtes.“

Ahlefeld forderte, dass die Stadt Düsseldorf den Entwicklungen und Potentialen der aktuellen und sehr lebendigen Kunstszene mehr Aufmerksamkeit schenken solle. „Wenn wir weiterhin als wichtiger Standort für Kunst wahrgenommen werden wollen, muss es uns gelingen die Künstlerinnen und Künstler auch an diese Stadt zu binden. Das kann neben der Atelierförderung eben auch durch eine zielgerichtete Ankaufspolitik geschehen. Wir GRÜNE sehen dies bestärkt durch den im Auftrag der Stadt erstellten Bericht “Kulturwirtschaft in Düsseldorf“. Hier wird aufgezeigt, wie wichtig es ist, immer wieder die Vielfalt und Qualität neuer Angebote zu fördern, um damit Düsseldorf zu einem besonderen Standort der Bildenden Kunst zu machen.“