Hat die Stadt die Zukunft der Mahn- und Gedenkstätte verkauft? GRÜNE stellen Ratsanfrage und beantragen Akteneinsicht
30. Mär 2012

In der gestrigen Sitzung des Kulturausschusses blieben nach Ansicht de Ratsgrünen viele Fragen zur Zukunft der Mahn- und Gedenkstätte seitens der Verwaltung unbeantwortet. Ratsfrau Clara Deilmann kündigte deshalb heute (Freitag) eine Ratsanfrage ihrer Fraktion an:
"Die Auskünfte des Kulturdezernenten waren mehr als unbefriedigend. Wir wollen daher bei der Ratssitzung im April insbesondere die Frage klären lassen, ob die Stadt mit dem Investor über einen Rückbau der Mahn- und Gedenkstätte verhandelt und damit alle Absprachen für den Erhalt über Bord wirft. Dies wurde in der gestrigen Sitzung des Kulturausschusses nicht beantwortet." Darüber hinaus habe ihre Fraktion Akteneinsicht beantragt.

Deilmann: "2008 wurde uns schriftlich mitgeteilt, dass ‚der Innenhof von der Mahn- und Gedenkstätte als Zugang für den Keller und den an der Andreasstraße liegenden künftigen Ausstellungstrakt uneingeschränkt genutzt werden kann’. In der Beantwortung einer Ratsanfrage meiner Fraktion wurde 2009 mitgeteilt, dass der Erhalt der Mahn- und Gedenkstätte grundbuchlich abgesichert wird. Es scheint uns dringend geboten, dies durch Akteneinsicht zu überprüfen."  

Deilmann erklärte abschließend, dass die damalige Zustimmung ihrer Fraktion zum Verkauf des Stadthauses nur zustande kam, weil die Verwaltung den uneingeschränkten Betrieb der Mahn- und Gedenkstätte in der damaligen Form auch nach Fertigstellung des Hotels zugesichert habe: "Unter anderen Umständen hätten wir einen Verkauf in jedem Fall abgelehnt."

 

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Miriam Koch