Stadt muss Marionettentheater finanziell absichern - GRÜNE: Zuschusserhöhung überfällig
10. Apr 2012

Die Ratsgrünen fordern nach einem Bericht in der Rheinischen Post über finanzielle Schwierigkeiten beim Düsseldorfer Marionettentheater, dass die Stadt ihren Zuschuss an die Einrichtung erhöhen solle. Ratsfrau Clara Deilmann erklärte dazu heute (Dienstag): "Unser Marionettentheater mit seinem fünfköpfigen Ensemble und einer festen Spielstätte ist in Nordrhein-Westfalen einmalig. Das sollte auch von Seiten der Stadt ausreichend finanziell unterstützt werden." Wenn der städtische Zuschuss nur noch zur Deckung der Betriebskosten reiche, seien die künstlerische Weiterentwicklung und damit auch die Attraktivität des Theaters gefährdet. "

Wir dürfen uns diesen Raum voller Zauber und Phantasie von den einfallslosen grauen Herren aus Verwaltung und Politik nicht kaputt machen lassen", so Deilmann weiter. Wenn der CDU-Kulturausschussvorsitzende Conzen auf die Kürzungen in anderen Kommunen verweise, sei das scheinheilig: "Schaut man sich die Düsseldorfer Kulturszene an, dann waren in den letzten Jahren bei den etablierten Einrichtungen immer noch Steigerungen möglich wie z. B. beim Schauspielhaus allein 1 Mio. Euro von der Saison 08/09 zur Saison 09/10. Und gerade der Kulturdezernent hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um für über 1 Million Euro eine Porzellansammlung für das Hetjens-Museum anzukaufen." Wenn dadurch die Anpassung der Zuschüsse für viele andere unterbleibe, seien die falschen Prioritäten gesetzt.  

Deilmann verwies darauf, dass das Figurentheater derzeit weltweit zunehmenden Schutz durch die UNESCO als Immaterielles Kulturerbe erfahre. Deutschland sei diesem Abkommen allerdings noch nicht beigetreten. "Wir haben in unserer Stadt mit dem Marionettentheater einen kleinen Schatz, der noch dazu durch gute Auslastung und gute Publikumszahlen glänzt. Da ist jeder Cent gut angelegt, der das Marionettentheater für die Zukunft sichert", so Deilmann abschließend.  

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Miriam Koch
Fraktionsgeschäftsführerin Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN