GRÜNE: Für die Opernehe kämpfen, anstatt undurchdachte Alternativen vorschlagen
04. Mai 2012

Ratsfrau Clara Deilmann erklärte dazu heute (04.05.2012): „Bereits bei der Diskussion um Peter Kern als Mitglied der Heine-Preis-Jury hat der OB mit seinem Statement dem Preis und dem Ruf unserer Stadt geschadet. Sein Vorschlag für eine Kooperation mit der Kölner Oper zeugt jetzt allerdings von solch einer Unkenntnis der Häuser, die für ihn als Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Oper am Rhein besonders erschreckend ist.“

Selbst die Rheinische Post, die sonst mit dem Stadtoberhaupt eher milde umgehe, habe in ihrem Leitartikel darauf hingewiesen, dass „eine systematische Opern-Vernetzung der beiden Städte“ nicht möglich sei: „Das scheitert an technischen und logistischen Problemen.“

Deilmann bewertete den Vorstoß des Oberbürgermeisters nach der einstimmigen Willensbekundung des Aufsichtsrates für einen Erhalt der Kooperation mit Duisburg als besonders problematisch: „Dies ist weder durchdacht, noch der Sache dienlich.“

Beatrix Brinskelle, grünes Aufsichtsratmitglied aus Duisburg ergänzt: „Auch in Zeiten finanzieller Notlagen sind wir aufgerufen, die Kultur zu fördern und nicht deren Entwicklung zu hemmen oder gar Strukturen zu zerstören. Dabei darf es kein Ausspielen der verschiedenen Kulturbereiche gegeneinander geben.“

Deilmann kündigt an, dass ihre Fraktion gemeinsam mit den Duisburger Grünen für den Fortbestand dieser in NRW vorbildhaften Kooperation kämpfen wird.

Dem Oberbürgermeister empfahl sie, sich künftig in Kulturfragen „lieber zurück zu halten – oder aber sich bessere BeraterInnen zu suchen.“