Stadtverwaltung im Schlingerkurs – Kultur in Düsseldorf nur passiv verwaltet statt konzeptionell gelenkt?
23. Mai 2012

Wie heute einem Presseartikel zu entnehmen war, stehen in der nächsten Zeit bei diversen Institutsleitungen personelle Veränderungen bevor, auf die die Stadt bisher anscheinend keine abgestimmten Lösungen hat. Aktuell gebe es Überlegungen nach dem Ausscheiden des Goethe-Instituts-Direktors Hansen, diese Stelle aus notwendigen Etateinsparungen gar nicht erst wieder neu zu besetzen. Das sorgt für Empörung und wirft weiterführend offene Fragen auf.

GRÜNE Ratsfrau Marit von Ahlefeld, stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses, stellt hierzu heute (23.05.2012) fest: „Wieder einmal manifestiert sich auch bei der Personalpolitik in den Instituten, dass die Stadt den Kulturbereich nur einfallslos verwaltet und Chancen zur strategischen und modernen Weiterentwicklung für die Zukunft überhaupt nicht nutzt. Stattdessen führt sich Schwarz-Gelb in öffentlichen Debatten mit ihrem Schlingerkurs selbst vor – wie beispielsweise aktuell das Hin & Her der CDU zur Opern-Ehe mit Duisburg, der Eiertanz um die Heinepreis-Jury oder auch die Unklarheiten bei den Künstlerateliers in Golzheim.“

„Alles deutet darauf hin, dass hier keine transparente Kommunikation und partnerschaftliche Vernetzung mit den politischen Gremien, Kulturschaffenden, Kuratorien oder Kunstvereinen erfolgt, sondern andere Interessen verfolgt werden – aber vor allem zeigt sich heute wieder, dass es keine Strategie gibt. Der Kulturbereich von Düsseldorf bietet ein immenses Potential, das in einem Gesamtkonzept gefördert werden muss. Und das bedarf dann doch etwas mehr, als OB Elbers neue städtische Dachmarke über die Kulturinstitute zu stülpen“, fordert von Ahlefeld abschließend.

Die Ratsgrünen werden daher ein Positionspapier zur Situation der Kunst und Kultur in Düsseldorf nach der Sommerpause veröffentlichen.