Baustelle Museum Kunstpalast - GRÜNE: Schwarz-Gelb fährt Museum gegen die Wand
07. Nov 2012

Nachdem die Rheinische Post heute (Mittwoch) darüber berichtet, dass im Museum Kunstpalast wieder die Eimer aufgestellt werden, weil es vom schadhaften Dach tropft, erneuern die Ratsgrünen ihre Kritik an der schwarz-gelben Ratsmehrheit und der Verwaltungsspitze.

"Die gesperrten Ausstellungsräume im MKP sind für mich zum Sinnbild dafür geworden, wie Politik und Verwaltung einen Kulturbetrieb sukzessive an die Wand fahren“, so Marit von Ahlefeld, stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses und seit diesem Jahr Mitglied im Kuratorium der Stiftung Museum Kunstpalast. Seit Juni liege ein Sanierungsgutachten in der Verwaltung vor, aber getan habe sich nichts. „Das ist ein Skandal, den nicht die Museumsleitung zu verantworten hat. Das Sanierungsgutachten umfasst weit mehr Baumängel als alleine das Dach, bei dem sich die Verwaltung auf ein gerichtliches Verfahren dazu zurückziehen will. Ich vermute, dass die Zahlen für die Gesamtsanierung des Museums möglichst lange zurückgehalten werden sollen.“

Vor dem Hintergrund der baulichen Mängel im MKP hält die GRÜNE Kulturexpertin die Diskussion um die Einsparvorschläge im Haushalt des Museums inzwischen für ein Ablenkungsmanöver insbesondere der Kuratoriumsmitglieder OB Elbers und Bürgermeister Conzen. „Auf der einen Seite wird ein enormer Druck aufgebaut, offensichtlich auch im Hinblick auf die anstehenden Verhandlungen mit dem Stiftungspartner E.ON, der sein weiteres finanzielles Engagement von der Umsetzung der Einsparungen abhängig macht. Auf der anderen Seite sind Verwaltungsspitze und schwarz-gelbe Ratsmehrheit nicht in der Lage, dem MKP ein Gebäude zur Verfügung zu stellen, das einen normalen Arbeitsablauf ermöglicht. Hier wird die Spardiskussion unaufrichtig“, so Ahlefeld abschließend.