Fortsetzung PPP Museum Kunstpalast und EON - GRÜNE bezweifeln Vorteilhaftigkeit
26. Mai 2013

Zur Freitag vom Oberbürgermeister verkündeten Verlängerung der Public Private Partnership (PPP) zwischen dem Museum Kunstpalast und EON erklärte Clara Deilmann, Mitglied im Kulturausschuss für die Ratsgrünen heute (26.05.2013): "Es ist immer zu begrüßen, wenn Unternehmen sich in der Stadt, in der sie ansässig sind, finanziell engagieren. Allerdings müssen wir im konkreten Fall Wasser in den Wein gießen. Zunächst einmal ist es ein Affront gegenüber dem Kuratorium, wenn der Oberbürgermeister wenige Tage vor der regulären Sitzung die Vertragsverlängerung mit EON verkündet und die Kuratoriumsmitglieder dies lediglich aus der Presse erfahren. Was aber viel entscheidender ist, ist die Tatsache, dass EON seinen Zuschuss um fast ein Viertel auf 750.000 Euro kürzt und dem Unternehmen trotzdem weiterhin ein immenser Einfluss zugestanden wird. Sei es im administrativen Bereich mit dem kaufmännischen Direktor, der von EON abgeordnet wurde. Auch im künstlerischen Bereich übt der Konzern dem Vernehmen nach einen Einfluss aus, der ihm unserer Ansicht nach nicht zusteht."

Deilmann erinnerte daran, dass die Stadt inzwischen mit gut 7 Millionen Euro fast zehn Mal mehr Mittel zur Verfügung stelle als EON. "Wir haben mehrfach gefordert, die PPP einer objektiven Bewertung zu unterziehen. Dies wurde auch vor der Vertragsverlängerung wieder nicht getan. Wir bezweifeln inzwischen die Vorteilhaftigkeit dieser Partnerschaft, die in mehrfacher Hinsicht in ein Ungleichgewicht geraten ist", so Deilmann abschließend.