Keine Schließung der Mahn- und Gedenkstätte!
05. Nov 2010

GRÜNE fordern Konzept für Weiterbetrieb während der Bauphase

Als „nicht hinnehmbar“ haben heute (Freitag) die Ratsgrünen die Pläne der Verwaltung bezeichnet, die Mahn- und Gedenkstätte während der anstehenden Bauarbeiten im Stadthaus für längere Zeit zu schließen.

Marit von Ahlefeld, GRÜNE Ratsfrau und stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses erklärte dazu: „Ich bin fassungslos, dass es seitens der Verwaltung offensichtlich keine Planung für den Verbleib der Gedenkstätte während der Bauzeit gibt. Das ist angesichts der hervorragenden Arbeit dieser Einrichtung mit jährlich 10.000 Besucherinnen und Besuchern geradezu eine Frechheit.“

Ahlefeld forderte die Verwaltung auf, unverzüglich nach Lösungen zu suchen, um die Gedenkstätte auch während der Bauphase weitgehend offen zu halten. Sei dies bautechnisch nicht möglich, müssten Möglichkeiten für ein attraktives aushäusiges Programm gefunden werden.

„Wir haben hier ohnehin ein hochsensibles Thema bei der Zusammenlegung von einem Hotel mit der Mahn- und Gedenkstätte. Und dazu fehlt seitens der Stadt meines Erachtens nach das nötige Fingerspitzengefühl“, so Ahlefeld weiter.

Sie erinnerte daran, dass sowohl der Kulturausschuss als auch der Beirat der Mahn- und Gedenkstätte in diesem Zusammenhang einen Verbindungstrakt in fester Bauweise gefordert haben, der die Ausstellungsräume der Gedenkstätte über den Innenhof verbindet.

Ahlefeld: „Damit könnte man möglichen Interessenkollisionen von Hotelgästen auf der einen und den BesucherInnen der Gedenkstätte auf der anderen Seite vorbeugen. Allerdings hat sich der zuständige Baudezernent auf meine Nachfrage dazu in der letzten Ratssitzung wieder einmal von seiner unkooperativen Seite gezeigt.“

Ahlefeld kündigte an, dass ihre Fraktion zu diesem Thema eine Initiative einbringen wird.