GRÜNE zur Personalentscheidung bei der Stiftung Museum Kunstpalast
26. Okt 2012

Zur heutigen (26.10.2012) Bekanntgabe des neuen kaufmännischen Leiters für die Stiftung Museum Kunstpalast durch den Oberbürgermeister erklärte Fraktionssprecher Norbert Czerwinski: "Und wieder eine dieser einsamen Personalentscheidungen des Oberbürgermeisters, dieses Mal im Schulterschluss mit dem E.ON Chef Teyssen. Mit der Benennung eines E.ON Projektmanagers, der ausdrücklich ausgesucht wurde, um die eigentlich ja noch in den politischen Gremien zu diskutierenden Einsparvorschläge durchzusetzen, gerät das Machtgefüge innerhalb der Stiftung in eine groteske Schieflage. Während E.ON nicht einmal mehr 1,5 Mil-lionen Euro jährlich einbringt, stellt die Stadt Düsseldorf mehr als das Fünffache zur Verfügung. Darüber hinaus hat sich E.ON in den letzten Jahren bereits auf dem finanziellen Rückzug befunden hat, aber greift jetzt so maßgeblich in die Ausrichtung des Museums ein."

"Wir haben bereits seit längerem gefordert, dass die Public Private Partnership (PPP) mit E.ON als Grundlage der Stiftung im Hinblick auf ihre Rentabilität für die Stadt geprüft werden muss. Für das Engagement von E.ON hat die Stadt bereits einen hohen Preis gezahlt: zustande gekommen war die PPP nur durch den Verkauf des städtischen Grundstücks hinter dem Kunstpalast an die Vorgängerin der E.ON, die VEBA AG. Mit der Benennung eines E.ON Projektmanagers ist die Integrität der Arbeit der Museumsleitung, die in der Stiftungssatzung ausdrücklich festgelegt wurde und auch von E.ON-Vertretern immer betont wurde, mehr als in Frage gestellt."